Impuls zur Jahreslosung 2021

Veröffentlicht: Mittwoch, 12. Mai 2021 22:00
Geschrieben von Thomas Bommes
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Liebe Matthiasschwestern und -brüder,

schon das zweite Jahr in Folge kann unsere Wallfahrt zu, hl. Matthias aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Dies betrübt uns alle sehr, da uns die Gemeinschaft und die Wallfahrt fehlt. 

Wir hoffen sehr, dass die allgemeine Lage es zuläßt. dass wir im Herbst vom 01.10. - 4.10.21 nach Trier pilgern können. Alle Vorbereitungen hierzu sind getroffen und sobald mehr Klarheit herrscht werden wir auf euch zukommen. Die Brudermeister und der gesamte Vorstand sind guter Dinge, dass die Wallfahren zu Fuss, zu Rad und mit dem Bus stattfinden werden.

Bis dahin bleibt alle gesund und und zuversichtlich.

Es grüßen euch die Brudermeister

 

Impuls zur Jahreslosung 2021 "Schaut hin"

zum 2. Mal ist es uns verwehrt, unsere Trierwallfahrt zur gewohnten Zeit durchzuführen . So hoffen wir gemeinsam auf den Herbst. Da aber sicherlich viele von euch in diesen Tagen gedanklich auf dem Weg sind, möchten wir euch einige Impulse mitgeben.

Das Pilgerwort der diesjährigen Matthiaswallfahrt lautet: Schaut hin. Wir finden es im Markusevangelium (6, 30-44).  Es geht um die Speisung der Fünftausend.

Die Jünger sind mit Jesus unterwegs, erzählen ihm von ihren Erlebnissen der letzten Zeit und wollen sich eigentlich ausruhen. Dann kommen viele Menschen und Jesus predigt zu ihnen. Es wird Abend und den Jüngern fällt auf, dass die Menschen Hunger haben und etwas zu essen brauchen. Sie kommen auf die Idee, die Menschen sollen losgehen und sich selber etwas besorgen. Doch Jesus fordert die Jünger auf, zu schauen, wieviel Essen sie noch haben. 5 Brote und 2 Fische antworten sie. Dann bricht Jesus das Brot, gibt es den Jüngern und fordert sie auf, es zu verteilen. Es reicht so, dass alle satt werden und noch etwas übrig bleibt.

In vielen Situationen unseres Lebens bekommen auch wir gesagt, wir sollen hinschauen, Sachen beachten, aufpassen, hinterfragen, was wir sehen und aufmerksam sein.

Schaut hin – erklärt die Polizistin den Kindergartenkindern, wenn sie über die Straße gehen.

Schaut hin – sagt der Lehrer, wenn seine Schülerinnen und Schüler etwas lernen sollen.

Schaut hin, was in der Welt geschieht – vermitteln die Nachrichten jeden Tag.

Hinschauen ist nicht immer leicht und angenehm – es erfordert Kraft und den Mut, selbst Schlimmes anzuschauen. Das fällt niemandem leicht. Hinschauen kann sehr schmerzhaft werden und viele Illusionen zunichte machen.

In Pandemiezeiten wird uns täglich vor Augen geführt, die Zahlen und Prognosen wahr- und ernst zu nehmen. Viele Menschen flüchten lieber in eine Scheinwelt der Leugnung und des Wegschauens. Hinschauen ist anstrengend.

 

Fürbitten:

Herr Jesus Christus. Du bist das Licht, das uns die Augen öffnen will für das, was wir einbringen und verändern können.

Wir bitten dich für alle, die sich für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung engagieren. Lass uns vor allem dort hinschauen, wo wir selbst in unserem Reden und Tun deiner Botschaft ein Gesicht geben können.

Wir bitten dich für alle, die weggeschickt werden, weil niemand Verantwortung übernehmen will. Lass uns besonderes dort hinschauen, wo wir selbst allzu schnell geneigt sind, die Augen zuzumachen.

Wir bitten dich für alle, die aufgrund der Pandemie besondere Not leiden. Lass uns besonderes dort hinschauen, wo andere Nöte dabei in Vergessenheit zu geraten drohen.

Hilf uns jeden Tag  aufs Neue, dir nachzufolgen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.