2020

Tag 5 - In St. Matthias angekommen

Die Wahl des Matthias zum Apostel
Apostelgeschichte 1:15-26

15 In diesen Tagen erhob sich Petrus im Kreis
der Brüder - etwa hundertzwanzig waren zusammengekommen
- und sagte:

16 Brüder! Es musste sich das Schriftwort erfüllen,
das der Heilige Geist durch den Mund
Davids im voraus über Judas gesprochen hat.
Judas wurde zum Anführer derer, die Jesus
gefangen nahmen.

17 Er wurde zu uns gezählt und hatte Anteil
am gleichen Dienst.

18 Mit dem Lohn für seine Untat kaufte er sich
ein Grundstück. Dann aber stürzte er vornüber
zu Boden, sein Leib barst auseinander und alle
Eingeweide fielen heraus.

19 Das wurde allen Einwohnern von Jerusalem
bekannt; deshalb nannten sie jenes Grundstück
in ihrer Sprache Hakeldamach, das heißt Blutacker.

20 Denn es steht im Buch der Psalmen: Sein
Gehöft soll veröden, niemand soll darin wohnen!
und: Sein Amt soll ein anderer erhalten!

21 Einer von den Männern, die die ganze Zeit
mit uns zusammen waren, als Jesus, der Herr,
bei uns ein und aus ging,

22 angefangen von der Taufe durch Johannes
bis zu dem Tag, an dem er von uns ging und
(in den Himmel) aufgenommen wurde, - einer
von diesen muss nun zusammen mit uns Zeuge
seiner Auferstehung sein.

23 Und sie stellten zwei Männer auf: Josef, genannt
Barsabbas, mit dem Beinamen Justus,
und Matthias.

24 Dann beteten sie: Herr, du kennst die Herzen
aller; zeige, wen von diesen beiden du
erwählt hast,

25 diesen Dienst und dieses Apostelamt zu
übernehmen. Denn Judas hat es verlassen und
ist an den Ort gegangen, der ihm bestimmt
war.

26 Dann gaben sie ihnen Lose; das Los fiel auf
Matthias und er wurde den elf Aposteln zugerechnet.

5. Tag - Statio

Jeden Baum erkennt man an seinen Früchten. ...
Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil in seinem Herzen Gutes ist. ...


Dieses Gleichnis zeigt uns, wie Jesus den Menschen sieht. Die Beschaffenheit
des Herzens entscheidet über den Wert eines Menschen. Denn das Herz
bezeichnet den Wurzelgrund der Persönlichkeit. Es ist Sitz des Verstandes,
der Gefühle, der Willenskraft und der Sehnsucht.

Darum ist der Baum mit seinen Wurzeln ein einprägsames Bild. Denn
die Auswirkungen dessen, was in der Personmitte ist, kommen in
den Blick. So ergeben sich Fragen an uns. Wie steht es mit meinem
„Herzen", dem Wurzelgrund meiner Persönlichkeit?
Welche Bedeutung hat mein Verstand?
Wie gehe ich mit meinen Gefühlen um?
Wofür setze ich meine Willenskraft ein?
Worauf richtet sich meine Sehnsucht?

Dass Jesus auch von einem bösen Menschen spricht, bedeutet
nicht, dass er die Menschen in gute und böse einteilt, sondern
dass es für jeden von uns zwei Möglichkeiten von Leben gibt,
zwischen denen wir uns entscheiden sollen. Jeder Mensch ist
der Gefährdung ausgesetzt. Darum hat Jesus in das Vater unser
als letzte Bitte die Bewahrung vor dem Bösen aufgenommen.

Tag 5 - Morgengebet

Ich will aufbrechen

Ich will aufbrechen in meine Wirklichkeit und das, was darüber ist.
Am Morgen nehme ich mein Herz in die Hände.

Der Welt wende ich mich entgegen, strecke meine Hand aus,
sie zu nehmen und zu formen.

Dir wende ich mich entgegen, bereit, deine Liebe zu empfangen
und meine zu geben, hoffend und dankbar.

Den vielen Ungereimtheiten den Unverständlichen der Angst
der Ungewißheit zwischen Tatsachen und Träumen wende
ich mich entgegen, denn Glaube heißt:

eine Herausforderung annehmen.

Ich gehe das Abenteuer ein, ich gehe auf den
Horizont zu über den Wellen.

4. Tag - Morgengebet

Ein Stück Himmel

Wenn du Gott suchst schau nicht in den Himmel,
schau auf die Erde sieh deine Nachbarn an deine
Freundinnen deine Familie Menschen, die am Rande
stehen die du nicht leiden kannst.

Wenn du Gott suchst dann hilf mit, dass ein Stück
Himmel auf die Erde fällt und sie so zu einem
himmlischeren Ort wird, voller Güte und Freude
mit einem lächelnden Gesicht.

Dann kann Gott im Himmel sich entspannt
zurücklehnen einen Moment die Augen schließen
und die Erde uns überlassen für einen kurzen
Augenblick bevor wir dann wieder in den Himmel
blicken und ihn daran erinnern, dass wir ohne
ihn himmlisch-hiiflos sind.

So segne uns begleite uns der liebende Gott,
der überall bei uns wohnt und bleibt in Ewigkeit.

Bleiben und leben wir in seinem Frieden! Halleluja!