2020

Absage Kevelaerwallfahrt

Liebe Pilgerinnen und Pilger,

schweren Herzens sagen wir unsere diesjährige Kevelaerwallfahrt ab. Die momentane Corona Situation lässt eine Wallfahrt aus unserer Sicht noch nicht zu.

Auch diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, da wir somit keine große Wallfahrt in diesem Jahr durchführen können. Wir hoffen auf euer Verständnis.

Bleibt bitte gesund und wir hoffen gemeinsam auf das kommende Jahr.

Es grüßt euch herzlich

Euer Vorstand


 

Tag 5 - Entzünden der Pilgerkerze

Gebet beim Entzünden der Kerze

Herr, wir stellen diese Kerze am Grab deines Apostels Matthias auf.
Sie ist Sinnbild, unseres Vertrauens darauf, dass Du das Licht bist,
das jedes Dunkel aufzuhellen vermag.

Wir haben Anliegen und Sorgen, die wir Dir bei der Wallfahrt nahe
legen wollten. Sie bewirken in uns Dunkel. Dieses Licht soll uns helfen,
dass Dunkel zu überwinden und die nächsten Schritte zu sehen und
zu wagen.

Dein Licht gebe uns die Kraft, dass wir selbst für unsere Mitmenschen
ein Licht sein können, das Hoffnung und Zuversicht bringt.

Herr, wir können hier nicht lange verweilen. Mit dieser Kerze soll ein
Stück von uns selbst und unserer St. Matthias Bruderschaft hierbleiben
– das möchten wir Dir schenken.

Hilf uns, unser Gebet im Tun und in der Arbeit in den kommenden
Wochen und bis zur nächsten Wallfahrt fortzusetzen.

Tag 5 - In St. Matthias angekommen

Die Wahl des Matthias zum Apostel
Apostelgeschichte 1:15-26

15 In diesen Tagen erhob sich Petrus im Kreis
der Brüder - etwa hundertzwanzig waren zusammengekommen
- und sagte:

16 Brüder! Es musste sich das Schriftwort erfüllen,
das der Heilige Geist durch den Mund
Davids im voraus über Judas gesprochen hat.
Judas wurde zum Anführer derer, die Jesus
gefangen nahmen.

17 Er wurde zu uns gezählt und hatte Anteil
am gleichen Dienst.

18 Mit dem Lohn für seine Untat kaufte er sich
ein Grundstück. Dann aber stürzte er vornüber
zu Boden, sein Leib barst auseinander und alle
Eingeweide fielen heraus.

19 Das wurde allen Einwohnern von Jerusalem
bekannt; deshalb nannten sie jenes Grundstück
in ihrer Sprache Hakeldamach, das heißt Blutacker.

20 Denn es steht im Buch der Psalmen: Sein
Gehöft soll veröden, niemand soll darin wohnen!
und: Sein Amt soll ein anderer erhalten!

21 Einer von den Männern, die die ganze Zeit
mit uns zusammen waren, als Jesus, der Herr,
bei uns ein und aus ging,

22 angefangen von der Taufe durch Johannes
bis zu dem Tag, an dem er von uns ging und
(in den Himmel) aufgenommen wurde, - einer
von diesen muss nun zusammen mit uns Zeuge
seiner Auferstehung sein.

23 Und sie stellten zwei Männer auf: Josef, genannt
Barsabbas, mit dem Beinamen Justus,
und Matthias.

24 Dann beteten sie: Herr, du kennst die Herzen
aller; zeige, wen von diesen beiden du
erwählt hast,

25 diesen Dienst und dieses Apostelamt zu
übernehmen. Denn Judas hat es verlassen und
ist an den Ort gegangen, der ihm bestimmt
war.

26 Dann gaben sie ihnen Lose; das Los fiel auf
Matthias und er wurde den elf Aposteln zugerechnet.

5. Tag - Statio

Jeden Baum erkennt man an seinen Früchten. ...
Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil in seinem Herzen Gutes ist. ...


Dieses Gleichnis zeigt uns, wie Jesus den Menschen sieht. Die Beschaffenheit
des Herzens entscheidet über den Wert eines Menschen. Denn das Herz
bezeichnet den Wurzelgrund der Persönlichkeit. Es ist Sitz des Verstandes,
der Gefühle, der Willenskraft und der Sehnsucht.

Darum ist der Baum mit seinen Wurzeln ein einprägsames Bild. Denn
die Auswirkungen dessen, was in der Personmitte ist, kommen in
den Blick. So ergeben sich Fragen an uns. Wie steht es mit meinem
„Herzen", dem Wurzelgrund meiner Persönlichkeit?
Welche Bedeutung hat mein Verstand?
Wie gehe ich mit meinen Gefühlen um?
Wofür setze ich meine Willenskraft ein?
Worauf richtet sich meine Sehnsucht?

Dass Jesus auch von einem bösen Menschen spricht, bedeutet
nicht, dass er die Menschen in gute und böse einteilt, sondern
dass es für jeden von uns zwei Möglichkeiten von Leben gibt,
zwischen denen wir uns entscheiden sollen. Jeder Mensch ist
der Gefährdung ausgesetzt. Darum hat Jesus in das Vater unser
als letzte Bitte die Bewahrung vor dem Bösen aufgenommen.