{"id":211,"date":"2013-06-02T09:56:12","date_gmt":"2013-06-02T07:56:12","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.smb-kleinenbroich.de\/2013\/06\/02\/fusswallfahrt-nach-trier-2013\/"},"modified":"2023-11-01T20:47:49","modified_gmt":"2023-11-01T19:47:49","slug":"fusswallfahrt-nach-trier-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smb-kleinenbroich.de\/home\/2013\/06\/02\/fusswallfahrt-nach-trier-2013\/","title":{"rendered":"Fu\u00dfwallfahrt nach Trier 2013"},"content":{"rendered":"<p>59 Fu\u00dfpilger, und 13 Radpilger hatten sich am Christ Himmelfahrtstag mit der Brudermeisterin Maria T\u00fcrks auf den Weg nach Trier gemacht.<\/p>\n<p>Die Losung der diesj\u00e4hrigen Wallfahrt lautete:<\/p>\n<p><strong>\u0084 ..OHNE DEIN LEBENDIG WEHN KANN IM MENSCHEN NICHTS BESTEHN.\u0093<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Raus aus dem Alltag, rein ins Pilgervergn\u00fcgen. Im Vordergrund steht immer der Gemeinschaftsgedanke, weniger ob die Strecke wieder in diesem Jahr zu bew\u00e4ltigen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Aus dem Pilgerbrief 2013: Pilger sind Menschen, die nicht einfach ihrer M\u00fcdigkeit nachgeben. \u0084Krich dich was Wasser, dann weiter, dahinten ist Trier!\u0093 <\/strong><\/p>\n<p>Gemeinsames Einlaufen in den letzten Wochen ist die Grundlage f\u00fcr das Durchhalteverm\u00f6gen. Die Freude ist die Begegnung mit den anderen Pilgern und auf das was uns erwartet.<\/p>\n<p>09.05.13 Christi Himmelfahrt<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">5.00 Uhr Messe mit Friedhelm und den Segen drau\u00dfen am Stein, Verabschiedung von Familie und Freunden. Kreuz voraus. Stefan, unser j\u00fcngster Neupilger tr\u00e4gt das Kreuz. Zum Gebet bei T\u00fcrks ein kurzer Stopp. Nun sind wir unterwegs, 58 Pilger, darunter 7 Neupilger: Stefan Drillges, Ferdinand Klebes, Rita Pfenner, Sabine Vennen, Margret Carmanns, Birgitt Schmitz und Annemarie Wildermuth, die sich auf den Weg zum Apostelgrab begeben. Gemeinsam wollen wir Gottes N\u00e4he erleben. Die Stimmung ist schon gut am fr\u00fchen Morgen, wir sind eine bunte Pilgerschar. Alles ist gut vorbereitet und organisiert.<\/p>\n<p><strong>Der spirituelle Reiseproviant \u0096 Gebet \u0096 Meditation \u0096 Schweigen \u0096 schwei\u00dft zusammen und l\u00e4sst uns Durststrecken durchstehen. <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein kurzer Stopp in Glehn, Aldenhoven, beim Dorfkreuz Bedburdyck treffen wir p\u00fcnktlich um 8.00 Uhr im Jugendheim ein. Gest\u00e4rkt und mit Namensschildern versehen und ein paar belehrenden Worten von Maria, setzen wir unseren Pilgerweg fort.<\/p>\n<p><strong>Die Losung in diesem Jahr lautet: \u0084Ohne dein lebendig Wehn, kann im Menschen nichts bestehn\u0093.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pilgern mit Herz und Seele, Jahr f\u00fcr Jahr sind neue Pilger dabei, um die Magie zu sp\u00fcren, mit zu erleben was man sich so erz\u00e4hlt. Man f\u00fchlt sich frei und l\u00e4uft und l\u00e4uft. Schritt f\u00fcr Schritt entwickeln sich aus dem Glauben eigene Kr\u00e4fte und man begreift, dass man das Ziel erreichen kann. Sch\u00f6n ist die Begegnung mit den unterschiedlichsten Menschen. Der Status ist unwichtig. Beim Pilgern sind alle gleich. Wir hoffen auf eine hindernisfreie Woche. Auf einer Wallfahrt sind es eher die inner-lichen Hindernisse die zu bew\u00e4ltigen sind. 10.20 Uhr, sind wir schon in Frimmersdorf, kurze Pause, der Regen hat sich verzogen. Zur Losung liest Joachim etwas vor. Danach geht\u0092s schweigend weiter an der Erft entlang (10 Minuten).<\/p>\n<p><strong>Schweigen ist nicht nur nicht sprechen, sondern bewusstes Erleben der Stille.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Aufschwingung der Erregung und Bewegungen k\u00f6rperlich und innerlich. Man sammelt sich, gewinnt Kraft, und kommt wirklich zu sich selbst.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es geht gut voran, um 11.50 Uhr kommen wir in Bedburg an. Weiter geht\u0092s um 13.00 Uhr wieder an der Erft entlang.<\/p>\n<p>Nun sind wir unterwegs \u0084pilgern\u0093 tut mir und den andern gut, entschleunigt und ist Urlaub f\u00fcr die Seele. Pilgern um den Hl. Matthias um Beistand oder Hilfe in wichtigen Entscheidungen zu bitten. Beten und bitten f\u00fcr sich und die Familie. Ich hoffe, das unsere Gebete in Erf\u00fcllung gehen, daran glaube ich fest. Innere Balance finden, Belastendes loslassen und die Botschaft der Seele verstehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt Menschen die haben mit Kirche und Wallfahrten nichts am Hut. \u0084Lass die doch laufen\u0093 sagen die Sp\u00f6tter. Wallfahrten ist sich in Bewe-gung setzen. Die Wallfahrten bestimmen Orte der Erinnerung und der Besinnung\u00a0 des Gebetes. Wir sind keine katholische Besonderheit, auch wenn es in unseren Breiten \u00fcberwiegend Katholiken gibt. Gott sei dank sind wir noch am Anfang der Wallfahrt und unsere Kr\u00e4fte sind noch frisch. Nach 56444 Schritten sind wir in Thorr bei Fam. Valder um 15.00 Uhr angekommen. Die Sonne hat auch die letzten Wolken vertrieben. Heppendorf ist unser n\u00e4chster Halt. Zur Losung liest\u00a0 Rita Winkels.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Pilgertour kann ein Umweg zur Natur oder Gott sein. Pilgern ist Luxus zu Fu\u00df zu laufen. Man hat alle Sachen im Kopf. Man genie\u00dft die Stille. Pilgern um etwas Neues zu erfahren, (nicht nur im Religi\u00f6sen) was Altes ablegen. Die Gedanken kommen von selbst. Man merkt schon fr\u00fch in der Pilgergruppe du bist nicht auf dieser Welt allein. Man bekommt das Gef\u00fchl alles \u00e4ndern zu wollen, Fremde werden Vertraute. Die Entschleunigung des Lebens kann ein neuer Ansporn f\u00fcr den Alltag sein. Um 17.40 Uhr treffen wir in Blatzheim, unserem Tagesziel ein.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Freitag, 10.05.13<\/p>\n<p><strong>Wer sich auf den Weg macht, wird nur wenig Weg zur\u00fccklegen und noch dazu unter M\u00fchsal, wenn er auf diesem Weg nicht Mut, gute F\u00fc\u00dfe und einen Dickkopf hat. <\/strong>(Joh. vom Kreuz)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">5.45 Uhr, Morgengebet vor dem Gasthof Neffelthal, womit unser heutiger Pilgertag beginnt. Man sp\u00fcrt auch eine Demut der Natur gegen-\u00fcber. Das fr\u00fche Aufstehen, wie sich der Nebel lichtet, wie sich die Blumen der Sonne entgegen strecken. Nat\u00fcrlich bekommt man zu Fu\u00df mehr mit als unsere Begleiter und flei\u00dfigen Helfer, (Hansi, Arno, Peter, Willi, Hardy, Anette und Johannes) die im Auto unterwegs sind. Man gibt den Augen mehr zu sehen, was sich am Wegesrand so alles tut. Man sieht Menschen unterwegs die reden und lachen und uns einen guten Weg w\u00fcnschen, h\u00f6rt Hunde die bellen, Fr\u00f6sche die quaken, Bienen die summen, den Wind rauschen und Fl\u00fcsse die pl\u00e4tschern. Oft riecht man bevor man was sieht. Und manchmal nichts, wenn wir in Stille weitergehen. Man h\u00f6rt in sich hinein und genie\u00dft die Stille.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch meine Haut hat viel zu tun. Der Wind streicht \u00fcber meine Arme und die Sonnenstrahlen w\u00e4rmen! Kommt man dann nach einer Etappe in den Schatten, stehen einem die Haare zu Berge. Mein Leben \u00e4hnelt einer Pilgertour. Manchmal l\u00e4uft alles wie von selbst. Manchmal l\u00e4sst einem irgendetwas nicht von der Stelle kommen. Manchmal hat man R\u00fcckenwind, der schiebt einen langsam voran.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">8.20 Uhr, Einkehr bei Fam. Briem. Der Fr\u00fchst\u00fcckstisch ist wieder reich-lich gedeckt, mit vielen leckeren Sachen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor 250 Jahren soll der Earl of Sandwich beim Kartenspielen das belegte Brot erfunden haben. Bei der Zubereitung eines Sandwiches ist generell alles erlaubt \u0096 darauf darf was schmeckt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man wei\u00df manchmal nicht was man nehmen soll. Dann denke ich an die Geschichte mit dem Esel. Das arme Tier konnte sich nicht zwischen zwei Heuhaufen entscheiden und musste verhungern. Genie\u00dfen wir den frisch aufgebr\u00fchten Kaffee von Peter und Willi. Hier befinden sich Mensch und Maschine im Einklang. Da wird geschraubt und verstellt bis der Druck, Mahlst\u00e4rke und Temperatur abgestimmt sind. Dazu reicht man Milch in kleinen Portionsdosen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">8.50 Uhr, kalter Wind bl\u00e4st uns entgegen. Bei Gebet und Gesang kommen wir um 10.12 Uhr bei Fam. Berg an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur Losung liest Rainer. \u0084Meditation\u0093 Pilgern ist aktive Meditation. Der Traum eines jeden Meditierenden, ist nicht denken. Weil das nicht geht, beschr\u00e4nkt man sich darauf zu beobachten. Daf\u00fcr ist pilgern ideal. Mit jedem Schritt geht man aus seinem Problem heraus, wenn das in Wahrheit auch nicht stimmen mag, f\u00fchlt es sich so an. Alles wird nicht langsamer, aber wichtige Dinge vergisst man. Es gibt nur sich selbst und den Weg. Alles andere ist Ballast und schwindet. Das muss es sein, das vielbeschworene Pilgergef\u00fchl. Man hat nur Sinn f\u00fcr das Wesentliche, Schritt f\u00fcr Schritt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um 11.30 Uhr treffen wir mit den Korschenbroicher Pilgern oben an der Matthias &#8211; Steele zusammen. Herzliche Begr\u00fc\u00dfung, ein paar nette Worte beiderseits. Ein gemeinsames Lied, dann m\u00fcssen wir auch schon weiterziehen. Um 12.00 Uhr, sollten wir in Eicks sein, wo wir aber schon um 11.50 Uhr treffen ein. Ein frischer Trank zum Mittagsmahl, gespendet von der Jubilarenschar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">12.50 Uhr, es geht weiter im Pilgerschritt. Marienkapelle, Hostel, Sch\u00fctzendorf bis Kall. Der Nachmittag ist lang, er zehrt an den Kr\u00e4ften. Manchmal ist der Weg schnurgerade und f\u00fchrt durch W\u00e4lder und Wiesen. Da k\u00f6nnen sich ein paar Kilometer anf\u00fchlen als w\u00fcrden sie niemals enden. Irgendwann denkt man nichts mehr, sondern konzentriert sich nur noch auf die Schritte. Das was hinter uns liegt ist erledigt, was vor uns liegt interessiert erst wenn man angekommen ist. Das Pilgern kann so einfach sein. M\u00fcde und mit den Kr\u00e4ften fast am Ende kommen wir um 16.00 Uhr in Kall an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Abend beim Etappenziel Jugendherberge \u0084Urft\u0093 (etwa 12 Stunden sp\u00e4ter) denkt man nicht mehr viel. So ist es freitags, wenn man geht nach Trier. Die Waden sind hart, der R\u00fccken tut weh, und jeder Zeh f\u00fchlt sich wie ein Brennstab an, der sich abk\u00fchlt. Dann kommt das St\u00fcck Luxus. Die Duschen sind mehr als nur eine Nasszelle. Sie sind eine Wohlf\u00fchloase mit Designerarmaturen. Nach einem leckeren Abend-essen, mit Auftritt der Matthiassisters f\u00fcr die Begleiter, kommt die Entspannung wie im Rausch daher, k\u00f6rpereigene Drogen durchfluten das Bett, (o Gott ist das geil) oder wie Doris einmal sagte: \u0084Ich muss sterben!\u0093<\/p>\n<hr \/>\n<p>Samstag, 11.05.13<\/p>\n<p><strong>Auf einem Pilgerweg und im Leben ist Weisheit nur dann etwas wert, wenn sie dem Menschen hilft Hindernisse zu \u00fcberwinden. <\/strong>(P. Coelko)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Morgen wird der K\u00f6rper abgetastet, welcher Zeh immer noch schmerzt, welche Ferse immer noch gl\u00fcht. Welcher Fu\u00dfballen immer noch keine Ruhe gibt oder wie viele Blasen noch hinzugekommen sind. Dann ist Anette gefragt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">6.00 Uhr, Wortgottesdienst im Herrmann \u0096 Josef \u0096 Haus<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">7.00 Uhr, es geht weiter. Die Ruhe heute am Morgen ist himmlisch, aber die Temperatur ist eisig, es ist kalt und windig. Ich bleibe heute morgen im Bus. Um 7.30 Uhr, ist eine kleine Pause am See. Dann begreift der Kopf wieder, dass sich das Brennen und der Schmerz in den F\u00fc\u00dfen ganz leicht abstellen l\u00e4sst. Die ersten Minuten nach dem Weitergehen sind die schlimmsten. Am 1.Tag ist man wie weggetreten. Am 2.Tag findet man den Rhythmus, danach l\u00e4uft es rund. Man ist dankbar, dass der K\u00f6rper einen tr\u00e4gt. Er hat sich an das Gehen gew\u00f6hnt, oder er bringt so manche Pilger an seine Grenze. Die Pausen l\u00f6sen einen Teil des Problems, der Rest ist nur Wille. Mit Kraftreserven und den Gesetzen der Welt hat das nichts zu tun.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">8.20 Uhr, Open &#8211; Air \u0096 Snack an der B 258 unter freiem Himmel, das Auge isst mit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Waldweg, den wir jetzt gehen, l\u00e4dt zum Wandern ein. Pilgern ist Luxus in freier Natur. Hier z\u00e4hlt nicht was er ist und was er hat. Die Kraft der Eindr\u00fccke f\u00fchrt zum Gespr\u00e4ch mit Gott. Pilgern ist die Zeit und der Raum die aus dem stressigen Alltag raus f\u00fchren. Da kommt das Gef\u00fchl alles \u00e4ndern zu wollen. Wir sind unterwegs auf einer Pilgertour mit der Natur, nicht gegen die Natur.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kein Radio &#8211; keine Zeitung, man vergisst auch manchmal welches Datum wir haben. Neben den Helfern gilt auch der Dank den Daheim-gebliebenen: sie leeren die Briefk\u00e4sten, ziehen die Rolll\u00e4den hoch und lassen sie abends wieder runter, h\u00fcten die Tiere und gie\u00dfen die Blumen. Auf ihnen lastet eine gro\u00dfe Verantwortung aus Gutm\u00fctigkeit und Freundlichkeit. Der Feind ist das Wetter f\u00fcr die Daheimgebliebenen. Ist es zu hei\u00df und zu trocken, muss man morgens und abends gie\u00dfen. Uns Pilgern ist das Wetter egal. Der Tagesablauf ist vorgeschrieben und so bleibt uns Pilgern nichts anderes \u00fcbrig als das Wetter so anzunehmen. Auch haben sich unsere Helfer an das Gewicht unserer Taschen gew\u00f6hnt. Jahr f\u00fcr Jahr sind sie etwas gr\u00f6\u00dfer geworden. W\u00e4ren wir ein Jakobusweg gepr\u00fcfter Pilger, w\u00fcrde man mit der Grammwaage packen. Den Stiel der Zahnb\u00fcrste abbrechen um Gewicht zu sparen. Bl\u00e4tter aus den B\u00fcchern rei\u00dfen, die man gelesen hat, und Teile aus der Landkarte schneiden, die wir bereits gegangen sind. Man reduziert das Notwendige auf das Notwendigste und auf das Allernotwendigste. Bis man am Ende nur noch 4 Kg zutragen braucht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">9.45 Uhr, Schmidtheim. Einkehren zur Fr\u00fchst\u00fcckspause. Hier wird nicht nur Hunger, sondern auch der Durst, von den Erstpilgern und Jubilaren mit Pilgerwasser gestillt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um 10.20 Uhr ist jeder zum Weiterpilgern gewillt. Eine herrliche Wanderung, mit Gebet und Gesang, durch Wald und wundersch\u00f6ne Umgebung wird es bis Mittag werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die Seele. Die Duftstoffe des Waldes haben nachweislich einen beruhigenden, nervenst\u00e4rkenden Effekt auf unseren Geist. Hinsehen, h\u00f6ren, schnuppern oder tasten: Unsere Sinne werden auf einem Pilgerweg besonders angeregt!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">12.30 Uhr, Mittagspause in Feusdorf. Im B\u00fcrgersaal war es etwas beengt, nach dem Essen zum Schlafen man sich auf das Sofa dr\u00e4ngt. Marlene und Peter H\u00fclser haben uns das Essen von Willi Kohlen gebracht, f\u00fcr das wir \u0084DANKE\u0093 sagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">13.20 Uhr, wir sind f\u00fcr die n\u00e4chste Etappe bereit. Der Himmel \u00f6ffnet die Schleusen, unser Team hat nicht lange nachgedacht und uns die Schirme im Eiltempo nachgebracht. Weiter marschieren wir recht stramm, in Auel steht Kaffeepause, mit leckerem Kuchen von Marlene und Peter, auf dem Programm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An der Matthiaskapelle m\u00fcssen wir um 17.00 Uhr sein. 17.05 Uhr an der Kapelle angekommen, wird eine Verschnaufpause genommen. Die \u0084F\u00fcnf Wunden\u0093 werden von den Neupilgern verrichtet, bevor man in der Ferne die Kirche von B\u00fcdesheim sichtet. Das Problem ist nicht das Laufen, es sind die Pausen. Trotz Schmerzen gew\u00f6hnt sich der Kopf an den Rhythmus des Gehens bis B\u00fcdesheim, zu unserem heutigen Ziel.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sonntag, 12.05.13<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Geh nicht immer auf den vorgezeichneten Weg, der nur dahin f\u00fchrt, wo andere bereits gegangen sind.<\/strong> (A.G. Bell)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es geht die Pilgerstrasse hinauf zur Matthiaskapelle. Es ist kalt und es sch\u00fcttet. Trotz der gro\u00dfen Temperaturunterschiede macht es den Pilgern nicht zu schaffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott ist mit den Wanderer, die Evolution auch. Der K\u00f6rper des Men-schen ist f\u00fcrs Gehen ge-macht. Das ist die Bewe-gung, in der er sich am wohlsten f\u00fchlt. Weil alles rund l\u00e4uft, der Atem, das Blut, das Herz, der Stoff-wechsel, die Seele. Hans Josef liest zur Losung. Gott sei Dank war der Regen nicht von Dauer. Sonnenschein hat sich eingestellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">8.30 Uhr 2. Fr\u00fchst\u00fcck in Wei\u00dfenseifen. Wir sind in der Zeit, f\u00fcr mich steht ein Thron bereit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weiter durch die sch\u00f6ne, feuchte Landschaft ziehen wir dahin, allen ist klar dass auf einem guten Weg wir sind. Das Wegest\u00fcck war kurz und gut, weil hier im Wald unser Wegekreuz stehen tut. Ein Gebet mit uns Maria spricht nun hier, auch den Pilgersegen mit dem Wasser aus der Quelle bekommen wir. Das geh\u00f6rt dazu auf dem Wege nach Trier. Weiter geht unser Pilgergang, in Neuheilenbach werden wir empfangen mit Glockenklang. Unsere Buspilger erwarten uns schon hier, wo zusammen die Messe feiern wir.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">12.25 Uhr, Eisenm\u00e4nnchen, wir erleben wieder einen t\u00fcchtigen Regenschauer. Trotzdem uns das Erreichen des \u0084Hotels Waldfrieden\u0093 in Mohrweiler, mit dem \u0084Engel des Herrn\u0093, um 12.55 Uhr gut gelang.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach Kyllburg zum Bahnhof bergab, ein sch\u00f6ner Weg ins Tal, den gingen wir heute zum ersten Mal. Die Busfahrt ging eigentlich problemlos vonstatten, es fiel nicht auf, dass wir zwei leere Pl\u00e4tze hatten. Doch als man um die Ecke bog, sah man sie schon. (Joachim &amp; Andreas) Sie hatten auf den lieben Gott vertraut, und wurden wortlos noch in den Bus verstaut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">16.00 Uhr, Kordel Kirche. Die Radpilger erwarten uns schon. Ein paar Mariengebete und Lieder singen wir bevor man die Neupilger aufnimmt und die Jubilare ehrt. Zum 10.ten mal sind dabei: Peter Brunsbach, Joachim Mockel und Rainer Josten. Willi hat\u0092s 20-mal geschafft, Hansi mit seiner 25 zigsten Wallfahrt wurde ein Geschenk gemacht. Maria hat ihre 30. Wallfahrt hinter sich gebracht. Besonders wurde Peter gratuliert, er hat seine 40. Wallfahrt absolviert. Alle Jubilare und Neu-pilger sind es wert, das man ihnen einen Applaus beschert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Geistliche Gemeinschaft, geistliches Wachstum, gest\u00e4rkt bricht man auf, f\u00fcr die letzte Etappe des Tages, zur Burg Ramstein. Der Bau der Lehensburg wird dem Trierer Erzbischof Ratbod (883 \u0096 915) zugeschrieben. 1689 wurde die Burg gesprengt. Erhalten geblieben ist der ca. 25m hohe viergeschossige Wohnturm.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Montag, 13.05.13<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Glanzlicht und klar sein hei\u00dft: am Ziel sein. <\/strong>(B.v.Clairyous)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">5.45 Uhr, alle Pilger sind eingetroffen. Der tiefh\u00e4ngende Himmel und Peter machen uns Sorgen. Ein gesegneter Pilgertag wird es werden. Wir sind Pilger auf Gottes Wegen, begeben wir uns in seinen Segen. Mit Schirmen bewaffnet und im Rosenkranz-gebet geht es hoch zum Eifelkreuz.<\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 30px;\">Meditation: Das Kreuz<br \/>Ich habe gelernt, dass das Kreuz aus zwei Teilen besteht.<br \/>Der eine geht quer, und das ist unser Teil am Kreuz.<br \/>Der andere weist nach oben, das ist Gottes Teil.<br \/>Und dieser ist in die Erde gesenkt, damit wir unseren Querteil daran nageln sollen, unsere Sorgen und Zweifel, unsere Unruhe und S\u00fcnde.<br \/>Wenn ich ein Kreuz sehe, so denke ich:<br \/>Gottes Liebe und unsere S\u00fcnde \u0096 das sind die Hauptbestandteile;<br \/>und unser Herr wurde an beiden festgenagelt und hat sie dadurch vereinigt und den Sieg errungen.<br \/>Wohl gibt es viel im Leben, das uns quer zu gehen scheint.<br \/>Ja, es gibt sogar Kreuze, die getragen werden m\u00fcssen.<br \/>Aber ich wei\u00df doch, dass der gr\u00f6\u00dfere Teil an jedem Kreuz Liebe hei\u00dft und immer nach oben weist. Und dann bin ich getr\u00f6stet und froh.<br \/><em>(aus Lappland)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">8.15 Uhr, Parkplatz Fachhochschule. Maria und einige andere Pilger m\u00fcssen in die B\u00fcsche. Eine junge Frau, die vorf\u00e4hrt um ihre Hunde auszuf\u00fchren, sieht Maria und spricht emp\u00f6rt: \u00841700 Pilger die kacken und pinkeln den Parkplatz voll, da bleibt kein Platz wo man parken soll!\u0093.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">9.00 Uhr, Mariens\u00e4ule. Der Regen hat aufgeh\u00f6rt, aber der Sommer macht Pause. Ganz tr\u00fcb liegt Trier unter uns. Nur noch an der Mosel entlang \u0084Hl. Matthias zu dir kommen wir\u0093 5 Min. F\u00fc\u00dfe auf den Boden, Blick in den Himmel, die Augen schlie\u00dfen. Wir h\u00f6ren jedes Ger\u00e4usch, auf das man sich konzen-triert. So kann es kommen, dass man schweigend an einem Fluss vorbei geht und man hat das Gef\u00fchl im Flie\u00dfen des Flusses erklingt eine Melodie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">10.20 Uhr, angekommen. M\u00fcde, freudig, stolz. So stehen wir hier auf dem Abteihof. Um uns herum wuseln viele andere Pilger, Verwandte und Freunde. Es ist etwas los bei Matthias an den Pilgertagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Begr\u00fc\u00dfung von Pater Hubert, Einzug mit Gladbach Stadt. Erleichtert und gleichzeitig sorgt der stetige Herzschlag, ohne unser Zutun, auf das was uns gerade widerf\u00e4hrt. Das Herz schl\u00e4gt bis zum Hals, es schl\u00e4gt und f\u00fchlt, der Blutdruck steigt, die Welt ist pl\u00f6tzlich rosarot. Ohne Herz w\u00e4ren wir herzlos.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Neupilger erhalten die Erstpilgerplakette. Auch werden die Jubilare: Rainer, Peter B., Joachim, Hansi und Peter G. von Pater Hubert geehrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Montag ist der Tag der mit Freuden endet. Die Wallfahrt ist f\u00fcr einige Pilger vollendet.<\/p>\n<p>Wo alle sich noch im frohen Kreise vereinen und singen zum Abschied fr\u00f6hliche und traurige Weisen. Das Gespr\u00e4ch mit Gott, die Gespr\u00e4che mit den Mitpilgern sind wichtige Bestandteile, weinen und lachen, miteinander leiden ist ein gesunder Ausgleich und ein wertvolles Erlebnis auf unserer Pilgerreise.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Dienstag, 14.05.13<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Weg ist immer besser, als sch\u00f6nste Herberge. <\/strong>(M. de c. Sareda)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">9.00 Uhr, Pilgermesse, Segnung der neuen Fahne und Verabschiedung vom Apostelgrab. Gest\u00e4rkt von der Erfahrung der Wallfahrt nehmen wir alle etwas mit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">10.35 Uhr, treten wir betend die Heimreise an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<strong>\u0084Heiliger Matthias von dir scheiden wir, f\u00fcr deine F\u00fcrbitte danken wir!\u0093<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann geht\u0092s durch die Innenstadt von Trier, die einer weltlichen Wallfahrtsmeile gleicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">11.38 \u0096 11.55 Uhr Paulin. Auf Grund der Anstrengung der letzten Tage gleicht der heutigen Strecke wie ein Spaziergang. Jeder empfindet die lange Wegstrecke anders. F\u00fcr einige war der Pilgerweg ein seelisches Erlebnis. Pilgern ist gleichzeitiges beten und laufen. Moderne Menschen sehen pilgern als Wanderung an. Denn Pilgerreisen und Wallfahrten vermitteln ebenfalls Spa\u00df am Wandern, bieten k\u00f6rperliche Ert\u00fcchtigung und Naturverbun-denheit, und verbinden diese mit spirituellen Aspekten und gl\u00e4ubiger Einkehr. Pilgern ist ein k\u00f6rperliches und geistiges Erlebnis. Ein Pilger-weg ist ein nachhaltiger, gottesf\u00fcrchtiger Weg. Alle laufen und schwitzen (frieren) und schnaufen den gleichen Weg, schleppen ihr P\u00e4ckchen, haben Durst und Hunger. Mancher Untergrund bringt uns zum Straucheln. Manchmal geht gar nichts mehr und wir sind auf Hilfe angewiesen. Im echten Leben werden wir getragen, wenn die Kr\u00e4fte versagen, wenn der Weg zu weit ist. Aber Gott sei Dank, dass du alle unsere Wege begleitest und uns zur Not auch mal schulterst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">12.50 Uhr, Ruwer, man wieder Hunger versp\u00fcrt. In der Gastst\u00e4tte \u0084Maximin\u0093 machen wir es uns gem\u00fctlich, Sauerkraut gibs wie \u00fcblich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem Bus geht\u0092s weiter bis Piesport, durch die Weinberge geht\u0092s hoch bis zur Spoarkapelle. Unten die Mosel \u00fcber uns der endlose Himmel ist ein Gottesbeweis. Die Eindr\u00fccke genie\u00dfen, still werden vor der Sch\u00f6nheit der Natur. In der Ferne sieht man schon die Kirche von Klausen, vorher wird noch mal Pause gemacht. Dann geht\u0092s hinunter im Pilgertrab. Die Glocken l\u00e4uten unser Ankommen ein. Singend ziehen wir mit den Adenauer Pilgern und unsere Fahne in die Kirche ein.<\/p>\n<p>Marienandacht halten wir hier, es war ein sch\u00f6ner Tag auf dem Heimweg von Trier.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Mittwoch, 15.05.13<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kein Weg ist f\u00fcr den beschwerlich, der Hoffnung auf einen besseren Morgen in seinem Reisegep\u00e4ck hat.<\/strong> (Ja. Tomai)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einer geruhsamen Nacht geht\u0092s um 7.45 Uhr von Klausen wieder los.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ferdi tr\u00e4gt das Kreuz. Unsere Pilgerschar ist auf 24 geschrumpft. Pilger haben ein sonniges Gem\u00fct, schlechtes Wetter gibt es in ihrer Welt nicht. An jedem noch so grauen Himmel, entdecken sie ein blaues St\u00fcckchen, das den Regen verdr\u00e4ngt. Einen Sch\u00f6nwettergaranten hat man auf einer Wallfahrt nicht. Entweder ist es zu hei\u00df, zu kalt, zu nass oder zu trocken. Nach den vielen guten W\u00fcnschen (man sagt: du musst dich gut mit Petrus stellen) Nat\u00fcrlich nimmt man an, dass Pilger eine Verbindung zum himmlischen T\u00fcrsteher haben. Dabei hat Petrus gar nichts mit Sonnenschein oder gutem Wetter zu tun. Im Matth\u00e4usevangelium ist nachzulesen: Petrus ist als Bewacher der Schleusen des Himmels genannt \u0096 und wer die Schleusen \u00f6ffnet, der sorgt f\u00fcr Regen. Petrus galt als Bewacher aller T\u00fcren und \u00dcberg\u00e4nge zum Himmel. Die Schl\u00fcssel geh\u00f6ren zu seinen Attributen als Heiliger, sie w\u00fcrden den Zugang zur Himmelspforte gew\u00e4hren. Dort w\u00fcrde Petrus die Seelen der Verstorbenen einlassen oder abweisen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur Losung liest Marga. Schweigend geht\u0092s weiter bis Wittlich zum Bauer Drautzburg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gott ist der Freund des Schweigens.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Schaue, wie die Natur, wie B\u00e4ume, Blumen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>und Gr\u00e4ser in der Stille wachsen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Schaue, wie die Sterne, der Mond und die Sonne<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>in der Stille ihre Bahnen ziehen.<\/strong><\/p>\n<p>(Mutter Teresa)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">10.30 Uhr. Wir machen uns wieder auf den Weg. Die n\u00e4chste Heraus-forderung ist um 12.05 Uhr der Bu\u00dfberg. Beschwerliche Aufstiege, schmerzende Glieder lassen die eigene Belastbarkeit und Grenzen, zugleich aber auch Gottes Beistand hautnah erfahren. In Greimerath im B\u00fcrgersaal, ist Mittagspause heut, 13.00 Uhr es ist die richtige Zeit, Hunger haben die meisten Pilgersleut.<\/p>\n<p>\u00a014.20 Uhr Mehren Kirche, 15.00 Uhr kurze Pause im Wald. In Darscheid wird um 16.00 Uhr in die Kirche eingekehrt. Ein kurzer Wortgottesdienst vor dem Marienaltar war wunderbar. Am Abend man sich zum letzten Mal in der \u0084Alfbachquelle\u0093 zum Essen traf. Ein Bier noch, da ein gro\u00dfes Eis noch hier, dann war zu Ende unser letzter Abend auf der Wallfahrt von Trier.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Donnerstag, 16.05.13<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Auf dem Heimweg stellt sich der Pilger drei Fragen:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was bewahre ich im Herzen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was bringe ich den anderen von der Wallfahrt mit?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was hat sich ver\u00e4ndert?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(Delio Lechner)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wer zu lange z\u00f6gert, bevor er den ersten Schritt macht, verbringt vielleicht sein ganzes Leben auf einem Bein.<\/strong> (Anthony de Mello)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">7.50 Uhr, wir gehen betend von Darscheid weg. \u00dcber die lange Strasse ein Rosenkranz als Abschiedsgebet. Am Afelskreuz, Zeit f\u00fcr ein Kreuzgebet. Im Pilz in Kelberg wird gesungen und gelacht, weil man hier Pr\u00fcfungen (Udo) und Wallfahrtsabschlu\u00df macht. Auf der letzten Etappe am N\u00fcrburgring vorbei, setzt heftiger Regen ein. In Adenau kommen wir, um 14.20 Uhr, nass und fr\u00f6hlich an, weil wir endlich mit dem Pilgerbus, Karl und Max nach Hause fahrn.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">17.30 Uhr, in Kleinenbroich werden wir von Friedhelm empfangen. \u0084Pilger sind wir Menschen\u0093 man singt. Dankesworte Maria nun spricht. Auch wird mit Dank f\u00fcr Maria nicht gespart, f\u00fcr die geistige Bereicherung auf unserer Wallfahrt. Auf eine sch\u00f6ne Wallfahrt blicken wir zur\u00fcck, wir haben neben beten, lachen, singen und schweigen sch\u00f6ne Stationen gemacht. F\u00fcr alle M\u00fche, Maria, die mit uns hast gehabt, sei dir von allen Pilgern <strong>Dank<\/strong> gesagt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das war eine sch\u00f6ne Wallfahrt. Was war daran sch\u00f6n?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sch\u00f6n hei\u00dft passend. Es hat alles gut zusammen gepasst, die Lieder \u0096 Gebete \u0096 Meditationen \u0096 die Pilger. Die Pilgerfahrt hat wie immer gut getan, sie war gut f\u00fcr uns alle. Auch diese Pilgerfahrt wirkt noch lange nach. Sie tut unserer Seele gut. Sie hat in den Pilgertagen vielen, vieles in Ber\u00fchrung gebracht. Das Sch\u00f6ne soll auch genannt werden, damit wirkt es noch sch\u00f6ner auf alle Pilger ein. Doch man tut sich schwer, dass \u0084Sch\u00f6ne\u0093 in Worte zufassen. Damit wird es selbstverst\u00e4ndlich. Das Ende einer Wallfahrt ist der Anfang f\u00fcr neue Wege. Wege werden immer bestehen, denn die Menschen streben nach wandern oder meditieren. Einfach F\u00fc\u00dfe hochlegen, Nichtstun, Faulsein, L\u00f6cher in die Luft starren, die Gedanken ziehen und die Seele baumeln lassen. \u0084Stille\u0093 gl\u00fcckliche Momente des s\u00fc\u00dfen Nichtstun. Morgens, wenn ich wach werde, nicht aufstehen zu m\u00fcssen, oder abends beobachten, wie sich der Himmel erst rosa dann dunkel f\u00e4rbt, eine Kerze anz\u00fcnden, durchatmen. In der Ruhe liegt die Kraft. Konfuzius oder wie Mark Twain meinte: Verschiebe nichts auf morgen, was auf \u00dcbermorgen verschoben werden kann. Entspannung f\u00f6rdert die Ged\u00e4chtnisleistung. Wie der K\u00f6rper Ruhepausen braucht um sich zu regenerieren, so braucht unser Kopf Momente in der er \u0084unbesch\u00e4ftigt\u0093 ist und zur Ruhe kommen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Na dann: F\u00fc\u00dfe hoch und nichts tun!!<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Marga<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u0084Engel des Herrn\u0093 &#8211; Ein ganz altes Gebet. Fr\u00fcher gliederte dieses Gebet den Tagesablauf: um 6, 12 und 18 Uhr l\u00e4uteten die Kirchenglocken zum \u0084Engel des Herrn\u0093. Dann beteten die Menschen und wussten, wann es Zeit zum Arbeitsbeginn, zum Mittagessen und zum Feierabend war. Mittags um 12 kann man noch in vielen Orten die Kirchenglocken h\u00f6ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"864\" height=\"648\" data-id=\"526\" src=\"https:\/\/wordpress.smb-kleinenbroich.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/20130509-001.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-526\" srcset=\"https:\/\/smb-kleinenbroich.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/20130509-001.jpg 864w, https:\/\/smb-kleinenbroich.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/20130509-001-300x225.jpg 300w, https:\/\/smb-kleinenbroich.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/20130509-001-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 864px) 100vw, 864px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"864\" 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