{"id":482,"date":"2011-08-24T20:30:00","date_gmt":"2011-08-24T18:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.smb-kleinenbroich.de\/?p=482"},"modified":"2023-11-01T20:31:34","modified_gmt":"2023-11-01T19:31:34","slug":"fusswallfahrt-nach-trier-2011","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smb-kleinenbroich.de\/home\/2011\/08\/24\/fusswallfahrt-nach-trier-2011\/","title":{"rendered":"Fu\u00dfwallfahrt nach Trier 2011"},"content":{"rendered":"\n<p>Unter der Jahreslosung &#8222;Neige das Ohr deines Herzens&#8220; machten sich 59 Pilger am 02.06.2011 auf den Weg nach Trier.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" id=\"system-readmore\"\/>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Donnerstag, 2. Juni 2011<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><br>Der Kalender bringt es an den Tag, heute 2. Juni recht sp\u00e4t ist Himmelfahrt in diesem Jahr.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>05:00 Uhr<\/strong>&nbsp;Wortgottesdienst mit Friedhelm, Petra und Jutta. Auch Dank an Franzi Ratz (Messdiener). Wir, die Rad- und Buspilger erhalten den Reisesegen. Hubertus reicht Thomas Bommes den Brudermeisterstab. Bevor es hinaus geht, teilt Thomas die Pilgerst\u00e4be und das Kreuz noch aus. Der j\u00fcngste m\u00e4nnliche Neupilger in diesem Jahr ist Peter Adollfs, der tr\u00e4gt nach alter Sitte das Kreuz aus dem Dorf heraus. Ein Gru\u00df noch hier und da, gute W\u00fcnsche und Gebetsauftr\u00e4ge noch hier. So machen wir uns auf den langen Weg nach Trier. Am Pilgerkreuz an der Glehner Strasse noch ein Morgengebet bevor es weitergeht. Vornweg Peter mit dem Kreuz, wir anderen schlie\u00dfen uns an. Noch ist die Stimmung und das Wetter gut. Nach einer gef\u00fchlten Ewigkeit der pilgerlosen Zeit, geht es mit stahlblauem Himmel und klarer Luft endlich richtig los.<\/p>\n\n\n\n<p>Himmelfahrt ist der Tag, der unsere Wallfahrt einl\u00e4utet oder einleitet. Unser diesj\u00e4hriger (Leiter) Brudermeister Thomas, der f\u00fchlt sich ganz fit. An seiner Seite hat er Maria, Hubertus und einige Vorbeter, die helfen mit. Wir machen uns auf den Weg, wie einst die Weisen, um Christus zufinden. Wie jene, die im Stern ein Zeichen Gottes erkannten. So wollen auch wir Pilger Gottes N\u00e4he erfahren. Darum zu beten, daf\u00fcr aufmerksam zu werden und sich dar\u00fcber zu freuen, ist Sinn und Ziel unserer Wallfahrt. Innehalten, gemeinsames Beten und Singen, Lachen und Weinen, Schlafen und Aufwachen. Man entdeckt soviel auf einer Pilgerreise. Nicht nur die k\u00f6rperliche Bewegung, auch die Augen entdecken Pflanzen die man sonst nicht wahrnehmen w\u00fcrde. Die Natur dabei erleben und mit allen Sinnen genie\u00dfen. Sp\u00fcren was unter die Haut geht und sich wohlf\u00fchlen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/matthias-kleinenbroich.de\/images\/Trier2011\/Pilgerbericht_Donnerstag1.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus hoffen wir auf eine erfahrungsreiche Pilgerwoche, mit passenden Gebeten zur heutigen Zeit. Wallfahrten sind Exerzizien auf zwei Beinen. Fr\u00fcher inspizierte man die Truppen hoch zu Ross. Der Brudermeister, in anderen Bruderschaften auch Pilgerf\u00fchrer genannt, muss gut zu Fu\u00df sein. Mal vorne, mal hinten. Er muss die Pilger im Blick haben. Es gibt klare Regeln. Niemand geht vor dem Kreuz. Somit bestimmt der Kreuztr\u00e4ger das Tempo. Die Altpilger wissen, das Kreuz tr\u00e4gt einen. Am Dorfkreuz in Glehn, Aldenhoven und Bedburdyck, an denen wir die \u0084F\u00fcnf Wunden\u0093 beten, sind \u0084selige\u0093 Sitzgelegenheiten. Man hat etwas Zeit sich auszuruhen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>07:55 Uhr<\/strong>, Fr\u00fchst\u00fcck in Bedburdyck. Fr\u00fcher, wenn man sich keine Namen merken konnte, hie\u00df das \u0084vergesslich\u0093. Inzwischen hei\u00dft das \u0084Alzheimer\u0093. Um dem vorzubeugen hat Johannes wieder f\u00fcr alle Namensschilder gemacht. Einige Worte von Thomas h\u00f6ren noch wir, dann sind wir endlich mit 58 Pilgern, darunter 6 Neupilger und 2 Jubilare auf dem Weg nach Trier. Kreuz (Bernhard) voran, und sofort f\u00e4ngt man mit dem Beten an. Die Neupilger sind: Elisabeth Frehn, Sigrid Sintke \u0096 Steinmann, Peter Adollfs, Manfred Hebenstreit, Heinz Kolvenbach und Bernhard Schl\u00fcter. Die Jubilare: Renate Schynke 20 Jahre und Hardy J\u00f6bges 25 Jahre.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der VW-Bus.<\/strong>&nbsp;Der VW-Bus ist einer der beliebtesten Fahrzeugklassen. \u0084Mann ist der gelb\u0093, f\u00e4hrt es einem durch den Kopf. Das polierte Gelb ist nicht der Post zu verdanken, sondern unserem Neupilger Heinz Kolvenbach. Die \u00e4u\u00dfere Optik ist wie in all den Jahren unver\u00e4ndert. Er spr\u00fcht vor Kraft und Eleganz und wirkt wie ein franz\u00f6sischer Landbulle. Kompakt \u0096 gedrungen und unglaublich stark. Er rattert, rappelt und schnauft. Sonst gibt es nichts an ihm auszusetzen. Er l\u00e4uft vor allem auf langen Strecken zu gro\u00dfer Form auf. Er ist der typische Pilgerwagen f\u00fcr alle, die einen Mittelklassewagen fahren k\u00f6nnen und an den Pilgertagen die Pilger chauffieren d\u00fcrfen. Er sieht gut aus. Das mag oberfl\u00e4chlich klingen. Das Heck ist klar und \u00fcbersichtlich mit einer Heckklappe. Der Laderaum ist mit einem Raumwunder zu vergleichen. Um die Pilger, die hinten sitzen nicht zu verletzen, gibt es praktische Helfer wie \u00d6sen und Trennstangen. Standesgem\u00e4\u00df geh\u00f6rt ein Chaffeur dazu. Die Arbeit hinter dem Steuer erfordert Kraft und Spa\u00df am Fahren. Zust\u00e4ndig in diesem Jahr ist Christiane, die auch bei Bedarf an unsere F\u00fc\u00dfe will. Die Hinterachse ist luftgefedert, gleitet auch vollbeladen \u00fcber holprige Strassen dank Christiane sanft dahin. Der Arztkoffer ist voll gepackt. F\u00fcr einen sorgenfreien Weg ist Anette seit vielen Jahren als ehrenamtlicher Sanit\u00e4ter f\u00fcr die Pilger da. Neben Johannes, der f\u00fcr das Finanzielle seit Jahren sorgt, sind auch wieder die guten Engel unsere Begleiter. Hemma und Peter, Hansi und Arno dabei.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>10:42 Uhr<\/strong>, Frimmersdorf ist unser erster Halt. Zur Losung tr\u00e4gt Hardy vor: Der Weg, auch der Pilgerweg erz\u00e4hlt von Wandel und Verwandlung. Das Wiederkehrende und die neue Erfahrungen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>10:50 Uhr<\/strong>, Manfred tr\u00e4gt das Kreuz. Schweigend geht\u0092s an der Erft entlang. Bei geistlichen und lustigen Liedern kommen wir gegen 11:50 Uhr zum Mittagessen in Bedburg an.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>13:00 Uhr<\/strong>, es geht weiter bei Gebet und Gesang an der Erft entlang. Die Sonne macht es uns nicht leicht, deshalb wird unterwegs noch mal was zum Trinken gereicht. Bis Paffendorf geht\u0092s gut voran, in Thorr kommen wir um 15:00 Uhr an. Hier ist der Tisch reichlich mit H\u00fcftgold gedeckt, von Hedi, wie seit Jahren schon. (Danke)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>15:45 Uhr<\/strong>Auf dem Weg nach Heppendorf berichtet Friedhelm \u00fcber den Vatertag. Vater sein, Vater &#8211; Pflichten &#8211; W\u00fcnsche &#8211; Freizeit. Noch mal alle Kr\u00e4fte zusammen gerafft, die letzte Etappe bis Blatzheim wird bis 17:45 Uhr bei wolkenlosem Himmel auch noch geschafft. Das Abendgebet mit Thomas sprechen wir, das war der erste Tag auf dem Weg nach Trier.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Bildergalerie<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>{gallery slider=boxplus.carousel}2011\/fusswallfahrt-nach-trier-2011{\/gallery}<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Freitag, 3. Juni 2011<\/h3>\n\n\n\n<p>\u0084Gib deinem Leben die Hand und lass dich \u00fcberraschen, welche Wege es mit dir geht.\u0093<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist&nbsp;<strong>04:30 Uhr<\/strong>, die ersten Pilger sind beim Fr\u00fchst\u00fcck. Drau\u00dfen wird es schon langsam hell. Um&nbsp;<strong>05:45 Uhr<\/strong>&nbsp;treffen wir uns vor der Gastst\u00e4tte Neffelthal. Peter Frehn beginnt den neuen Tag mit dem Morgengebet. Das Morgengebet soll einen Denkansto\u00df liefern. Wenn nur ein Satz anspricht und zum Nachdenken anregt, dann hat es sich gelohnt. Das fr\u00fche Aufstehen ist kein Hindernis. Weiter geht es, dem Kreuztr\u00e4ger (Hardy) immer hinterher. Das Kreuz f\u00fcr den anderen tragen, was den Schritt schneller werden l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>07:10 Uhr<\/strong>, Hochkirchen, am Sportplatz wird eine Trinkpause gemacht. Die Sonne scheint es auch heute mit uns gut zu meinen. Maschinen und Computer bestimmen unseren Alltag. In den n\u00e4chsten Tagen bestimmen unser K\u00f6rper, Geist und Seele die Zeit. Auch sind wir nicht nur durchgelegenen Betten oder dicken schweren Oberbetten ausgesetzt, sondern auch st\u00e4ndigen Wetterkapriolen. Es ist Juni, da hat der Fr\u00fchling eigentlich das Pilgerwetter im Griff. Nicht wie letztes Jahr, da h\u00e4tte man lange Unterhosen brauchen k\u00f6nnen. Mit T-Shirt und Pullunder bekleidet fiel man sichtlich auf. Aber lieber kalte Tage, als Eisesk\u00e4lte im Umgang mit unseren Pilger &#8211; Schwestern und Br\u00fcder. Gegen ein trockenes, kaltes Pilgerwetter haben wir eigentlich nichts. Eine sonnen\u00fcberflutete Pilgerwoche ist auch nicht schlecht, wenn sich die Temperaturen in Grenzen halten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>08:15 Uhr<\/strong>, wie soll es anders sein, treffen wir p\u00fcnktlich in Gladbach bei Familie Briem ein. Seit 20 Jahren d\u00fcrfen wir hier Gast sein. (Danke) Ein kleines Geschenk haben wir dabei. Mit Gebet und Gesang geht\u0092s an Z\u00fclpich vorbei und wir treffen um 10:20 Uhr bei Bauer Berg ein. Zur Losung spricht Hemma: Wir sind dann \u0084ganz Ohr\u0093. Die Wallfahrt will das Ohr des Herzens hellh\u00f6rig machen, damit die gute Stimme Gottes uns erreichen kann. Es ist unsere Entscheidung, ob wir ihn h\u00f6ren wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Neupilger gut zu wissen. Durch die Erfttaue n\u00e4hern wir uns der Voreifel, weit sichtbar die Matthiasstele. Ein 5 m hohes und 7 Tonnen schweres Steindenkmal. Die Korschenbroicher Pilger kommen uns schon entgegen. Begr\u00fc\u00dfung, ein Lied, danach jeder weiterzieht. Durch den Hohlweg hinauf zum Irnischer Berg. Hier ist die Wegkreuzung zweier ehemaliger R\u00f6merstra\u00dfen, deren Verlauf immer noch als Pilgerweg dient. Die B\u00e4nke und der Ausblick laden zum Verweilen ein. Aber wir haben wenig Zeit. Um 12:00 Uhr m\u00fcssen wir in der Zehntscheune sein. Ein Getr\u00e4nk gibs von den Jubilaren und Neupilgern hier, daf\u00fcr sagen Danke alle wir.<\/p>\n\n\n\n<p>Bauerncafe\u0092 \u0084Zur Zehntscheune\u0093 der Fam. Voissel. Die Zierde eines Hauses sind die Menschen, die es besuchen. Im 16. Jahrhundert wurde die \u0084Zehntsteuer\u0093 erhoben. Die Bauer der Umgebung mussten den 10te Teil ihres Ertrages an den Lehnsherren abgeben. Die Abgabe erfolgte in Naturalien.<\/p>\n\n\n\n<p>Klaus ist ein Zacken aus der Krone gebrochen. In Z\u00fclpich gibt es bestimmt einen Zahnarzt. Dort fuhr man hin. In der Apotheke fragte man nach. Der Zahnarzt war gleich nebenan. Dort gingen Klaus und Anette hin, w\u00e4hrend Christiane und Johannes sich um einen Parkplatz k\u00fcmmerten. Dann ging man zur Praxis. Klaus erkl\u00e4rte, dass es etwa eine Stunde dauern wird, und Anette euch sucht. Wir warten drau\u00dfen bei der Bank erkl\u00e4rten die beiden. Anette kam zur\u00fcck und fragte:\u0093 Waren die beiden noch nicht hier?\u0093. Doch, die warten bei der Bank. Anette hatte eine andere Bank im Kopf und lief den Weg bei der Bank hin und her, hin und her, sah aber niemand und ging zur\u00fcck zur Praxis und sah die beiden nicht. Die sonnten sich auf der Bank neben der Praxis.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>13:00 Uhr<\/strong>, weiter geht\u0092s durch die frische Luft der Voreifel. Mit Blick auf Schloss Eicks \u00fcberqueren wir die Nepomukbr\u00fccke. Hinauf geht\u0092s zur Marienkapelle. Hier stehen wir betend zusammen dann hier, eine tolle Gemeinschaft sp\u00fcren wir. Am Friedhof in Hostel, wie auch in Sch\u00fctzendorf wird noch mal Trinkpause gemacht. Der Tag scheint endlos. Die Sonne scheint noch lange nicht bereit zu sein das Feld zu r\u00e4umen. Die Sohlen brennen, die Waden schmerzen, der ganze K\u00f6rper hat ein Tief.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>16:05 Uhr<\/strong>&nbsp;kommen wir im Jugendheim in Kall an.&nbsp;<strong>16:35 Uhr<\/strong>, wir machen uns auf zur letzten Etappe. Urft ist heute unser Ziel. In ruhiger Umgebung liegt sie da die Jugendherberge, sie ist heute unser Nachtquartier. In langsamen Schritten geht es die steile Strasse hoch. Johannes verliest die Zimmerverteilung und jeder ist gespannt in welchen \u0084Bau\u0093 es einen wieder verschl\u00e4gt. Die Baue sind mit je 4 Betten best\u00fcckt. Mit Bettw\u00e4sche und Handtuch bewaffnet geht es auf Zimmersuche. Die warmen Farben und die \u00e4therischen \u00d6le der Bettw\u00e4sche haben eine schl\u00e4frige und lustige Wirkung beim Beziehen der Betten. In der Dusche herrscht Hochbetrieb. Es ist laut, trotzdem bekomme ich die Unterhaltung zweier Pilgerinnen mit. \u0084Was machst du denn da?\u0093. \u0084Siehst du doch, Haare waschen\u0093. \u0084Und wieso benutzt du kein Wasser?\u0093. \u0084Darf ich nicht, auf der Flasche steht ausdr\u00fccklich, nur f\u00fcr trockenes Haar geeignet\u0093. Nach dem Duschen ein leckeres Essen im Gasthof. Es folgt eine ruhige Nacht.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Samstag, 4. Juni 2011<\/h3>\n\n\n\n<p><br>Der Weg w\u00e4chst unter deinen F\u00fc\u00dfen wie durch ein Wunder. (Reinhold Schneider)<br>Ganz sanft werden Doris und ich aus dem Schlaf gerissen. Das Leben auf den Fluren hat l\u00e4ngst begonnen. Das Wachwerden dauert nur wenige Sekunden und das Adrenalin str\u00f6mt durch den K\u00f6rper. Das Hirn rechnet rapide in etwa 16 Stunden kann das m\u00fcde Haupt sich wieder zur Ruhe begeben. Jeder Tag ist in Zeitzonen eingeteilt. Es gibt Arbeits \u0096 Freizeit \u0096 Schlafens \u0096 und Mahlzeiten. So ist es auch auf einer Wallfahrt. Betzeiten \u0096Freizeiten \u0096 Pausen \u0096 und Essenszeiten. Schlafzeiten, die auf einer Wallfahrt etwas k\u00fcrzer ausfallen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>06:00 Uhr<\/strong>, Messe im Herrmann-Josef-Haus. In ganz neuer Aufmachung pr\u00e4sentiert sich die Kapelle. Links eine Feuerstelle, die aussah wie ein brennender Dornbusch, meint Annette. Durch die bunten Glasfenster dringt nur wenig Tageslicht. Der hektische Alltag wird ausgesperrt. Der Blick f\u00e4llt auf die gestapelte Steinwand, die als Kerzenst\u00e4nder dient. Die Kerzen tauchen den Raum in warmes Licht. Die brennenden Kerzen verraten, dass dieser Raum kein einsamer Ort ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>07:00 Uhr<\/strong>, betend setzen wir unseren Weg fort. Die Sonne schimmert durch die B\u00e4ume. Die tanzenden \u00c4ste bewirken ein leuchtendes Lichterspiel. Die Natur und das Wetter verw\u00f6hnt uns und l\u00e4sst uns das letzte Jahr fast vergessen. Eine Pause am See, bevor es schweigend weiter geht. Auch die Fr\u00f6sche verstummten wie auf Komando.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>08:30 Uhr<\/strong>, Pause an der B 258. Die Sonne scheint seit heute fr\u00fch und verspricht eine gute Gef\u00e4hrtin zu werden. Die Losung spricht heute Christiane: Es gibt Zeiten, da wollen wir nicht h\u00f6ren, da geht nichts rein. Da machen wir dicht, was immer auch die Gr\u00fcnde sein m\u00f6gen. Eine Meditation zur geistlichen und geistigen Hilfe zur inneren Einkehr. Abschalten, konzentrieren auf und um uns herum. Pilgernd zur Ruhe kommen. Wir werden in den n\u00e4chsten Tagen noch mehr Meditationen zu unserer Losung h\u00f6ren. Schlie\u00dft man die Augen, ist das die Vorstufe von Gl\u00fcck \u0084Wer das Ewige nicht im eigenen Herzen gefunden hat, im \u00c4u\u00dferen findet er nie, was er im Inneren nicht schuf\u0093. ( Lama Lovinda) Es geht schweigend weiter zum Silberberg. Hier im Wald lebt die Umgebung. Es knackt hier und dort. Der Wald lockt mit Einsamkeit und zwischen Zweigen und Blattwerk verf\u00e4ngt sich so mancher Gedanke und eine Ahnung an die himmlische Herrlichkeit und Vollkommenheit. Die Achtung vor der Natur. An die irdische Sch\u00f6nheit und Gottes N\u00e4he. Zwei und zwei geht\u0092s die Schnellstra\u00dfe entlang.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u0084F\u00fcnf Wunden\u0093 noch,&nbsp;<strong>10:05 Uhr<\/strong>, dann treffen wir auch schon in Schmidtheim ein. Die Neupilger: Sigrid, Elisabeth, Heinz, Bernhard, Manfred und Peter und die Jubilare: Renate und Hardy werden mit einem kleinen Getr\u00e4nk geehrt. Hubertus ist mit dabei und bekommt auch mal zwei.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>10:35 Uhr<\/strong>&nbsp;Bevor wir unter Polizeischutz die B 51 \u00fcberqueren, geht\u0092s noch mal zwei und zwei dem Kreuz (Tr\u00e4gerin Barbara) hinterher. Ein Pilgermarsch nimmt den ganzen Pilger in Anspruch. Ein Pilger ist ein Geher kein L\u00e4ufer. Beim Gehen arbeitet der K\u00f6rper ganz gezielt. L\u00e4uft er dagegen, muss er viel mehr Energie verbrauchen. Man setzt beim Gehen die Ferse auf den Boden, rollt dann den Fu\u00df \u00fcber den Ballen und Zehen ab. So nimmt der Pilger beim Auftreten der Ferse mehr Energie mit in den n\u00e4chsten Schritt und spart so Kraft f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag. Ob bei brennender Hitze oder klirrender K\u00e4lte, bei solcher Gemeinschaft w\u00e4chst man \u00fcber sich hinaus was die Kraft wachsen l\u00e4sst. Das G\u00f6ttliche beim rhythmischen Gehen hat was, was \u00fcber Dimensionen hinausgeht \u0096 wenn das Gehen in Fleisch und Blut \u00fcbergeht, l\u00e4uft es wie von selbst. Ist man nach 2 Stunden wandern kaputt, w\u00e4chst ein Pilger \u00fcber sich hinaus. Pilgern ist eine Wurzel des Wanderns.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Losung:<\/strong>&nbsp;(Rainer) Wie auf der Wallfahrt, k\u00f6nnte man sagen. Der Tag, die Zeiten und Abl\u00e4ufe, Rast und Mahlzeiten, alles soll so ineinander gef\u00fcgt sein, \u0084dass die Starken finden, was sie suchen und die Schwachen nicht davonlaufen,\u0093<br><br>Die Sonne kitzelt unsere Stimmung auf ein Hoch. Es geht uns allen gut. Gewappnet mit guten Tipps geht es weiter. Im B\u00fcrgersaal von Feusdorf werden wir schon von Marlene und Peter H\u00fclser erwartet. Mit einem leckeren, verdienten Mahl gestiftet von Willi Kohlen, wir danken allemal.<\/p>\n\n\n\n<p>Hunger und Durst sind gestillt, z\u00fcgig und stramm geht\u0092s weiter um&nbsp;<strong>13.30 Uhr<\/strong>&nbsp;dann. Sonne, Sonne, Sonne, von Regen keine Spur. Letztes Jahr war es zu windig und kalt, manchmal Sonnenschein. Das kann nur der Klimawandel sein, denn an zu wenig beten kann es nicht gelegen haben. Beten um sch\u00f6nes Wetter, die Rechnung geht nicht auf. Vielleicht hat Petrus in diesem Jahr doch Erbarmen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Losung:<\/strong>&nbsp;(Peter A.) Wenn wir wissen, wo unser Platz ist, dann l\u00e4sst sich vieles entspannt angehen. Das gibt Sicherheit. Sie entsteht, wenn alle aufeinander zu h\u00f6ren bereit sind. Die Sonne macht es uns nicht leicht. Eine verschwitzte Pilgerstrecke ist das heute Nachmittag.<\/p>\n\n\n\n<p>Um&nbsp;<strong>15.45 Uhr<\/strong>&nbsp;haben wir die Matthiaskapelle erreicht. Die Neupilger beten die \u0084F\u00fcnf Wunden\u0093 hier, das ist Tradition auf dem Weg nach Trier. Ach, o Schreck, die Sonne hat sich versteckt. Eine graue Wolke h\u00e4ngt \u00fcber der Landschaft. Ein Gewitter ist im Anzug, gewaltig fuhr der Donner in die Stille, dann setzte der Regen ein. Die Begleitung hat nicht lange nachgedacht, und die Pilger nach B\u00fcdesheim in Sicherheit gebracht.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sonntag, 5. Juni 2011<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein St\u00fcck des Weges liegt hinter dir, ein anderes St\u00fcck hast du noch vor dir. Wenn du verweilst dann nur um dich zu st\u00e4rken, nicht aber um aufzugeben. (Augustino von Hippo&gt;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>6.15 Uhr<\/strong>, Nach dem Morgengebet geht\u0092s die Pilgerstra\u00dfe hinauf. Die Luft ist noch etwas feucht. Uns geht es allen gut. Einige haben Muskelkater, andere haben wegen des Gewitters nicht gut geschlafen. Egal, alles ist vergessen, wenn man morgens in die Stille hinaustritt und nur in fr\u00f6hliche Gesichter blickt. Schweigend setzen wir unseren Weg fort, und das tut gut. Man geht sein Tempo und jeder kann selbst entscheiden mit wem man des Weges geht. Auch ist es gut um die Gemeinschaft zu wissen, wenn es nicht so gut l\u00e4uft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>7.20 Uhr:<\/strong>Wir haben die Eifelh\u00f6he erreicht. Die Sonne hat uns eingeholt und verwandelt die Landschaft in ein wahres Sommerparadies. Gr\u00fcne W\u00e4lder, bunte Felder wie gemalt, unber\u00fchrbare Natur, nahezu atem-beraubend.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/matthias-kleinenbroich.de\/images\/Trier2011\/Pilgerbericht_Sonntag.JPG\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>8.20 Uhr:<\/strong>&nbsp;wir kommen p\u00fcnktlich in Wei\u00dfenseifen bei Familie Becker an. Das zweite Fr\u00fchst\u00fcck gibt es dann.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>8.55 Uhr:<\/strong>&nbsp;zum P\u00f6llke setzen wir unseren Weg betend fort. Hier ergreift Thomas das Wort, zu beten f\u00fcr die Lebenden und Verstorbenen der Bruderschaft ist hier der richtige Ort. Den Brudermeistersegen gibt es auch hier noch. Fotos werden gemacht, soviel Zeit muss sein, wie geprobt reiht man sich wieder in die Pilgergruppe ein. Das Rosenkranzgebet h\u00f6rt sich f\u00fcr Au\u00dfenstehende wie ein Gestammel und Gebrumme an. Selbst wenn wir stottern w\u00fcrden, Gott w\u00fcrde uns h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>In Neuheilenbach treffen wir unter Glockengel\u00e4ut gleichzeitig mit den Buspilgern ein. Um&nbsp;<strong>10.30 Uhr<\/strong>&nbsp;soll ein Wortgottesdienst f\u00fcr alle sein. Geladen sind auch alle Menschen aus dem Ort, mit uns gemeinsam zu h\u00f6ren Gottes Wort. Vorbereitet von Friedhelm, Birgit, Franz Josef, Hemma und Hubertus. Der Gottesdienst war wundersch\u00f6n.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Einfach zum Nachdenken<\/strong><br>Bist du nicht auch einer von seinen J\u00fcngern? Wurde euch diese Frage schon einmal gestellt und ihr habt geantwortet wie Petrus? Ich kenne diesen Menschen nicht. Eine Frechheit, m\u00f6gt ihr vielleicht jetzt denken. Aber finden wir Menschen uns nicht \u00f6fter in der Rolle des Petrus. Wie und wann verleugne ich Jesus in unserer heutigen Zeit? Bist nicht auch du ein J\u00fcnger dieses Menschen? Eine solche Situation kommt sicherlich \u00f6fter im Leben vor, wo wir die Bekanntschaft mit Jesus leugnen. Es k\u00f6nnte sein, dass ich mich nicht traue bei meinen Arbeitskollegen oder im Bekanntenkreis zu bekennen, dass ich regelm\u00e4\u00dfig die Sonntagsmesse feiere. Es wird verheimlicht \u0096 also wird Jesus verleugnet. Das mir die Sakramente wichtig sind und ich danach und mit ihnen leben m\u00f6chte. Es fehlt aber der Mut sich zu den Sakramenten zu bekennen \u0096 also wird Jesus verleugnet. Wenn ich einem meiner Mitmenschen behilflich sein kann und ich viele Gr\u00fcnde finde dies nicht zu tun. Es wird ein Mensch von mir im Stich gelassen \u0096 also wird Jesus verleugnet. Wenn ich achtlos mit der Umwelt umgehe und nur auf Profit aus bin. Es wird die Sch\u00f6pfung Gottes durch mich zerst\u00f6rt und verkauft \u0096 also wird Jesus verleugnet. Und so wie Petrus damals zu Jesus sagte, werden auch wir heute sagen. \u0084Niemals, Herr, werde ich dich verleugnen\u0093. Und dann wird auch f\u00fcr uns der Hahn kr\u00e4hen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kornblumenblau strahlt der Himmel. Rings um uns strahlende Pilger. Zufrieden kommen wir um&nbsp;<strong>12.30 Uhr<\/strong>&nbsp;beim Eisenm\u00e4nnchen an. \u0084Eisenm\u00e4nnchen\u0093 ein Kreuz, das Jahrzehnte in eine Buche reingewachsen ist. Nach dem \u0084Engel des Herrn\u0093 geht\u0092s weiter dann und wir kommen p\u00fcnktlich um&nbsp;<strong>13.00 Uhr<\/strong>&nbsp;in Mohrweiler zum Mittagessen an.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>14.30 Uhr:<\/strong>Eine Busfahrt steht auf dem Plan. Es wird wohl eine ruhige Fahrt. Bei so einer \u0084Wallfahrt\u0093 kann man K\u00f6rper und Geist wieder ins Gleichgewicht bringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mark Twain hat einmal gesagt: \u0084Sommer ist die Zeit, in der es zu hei\u00df ist, um das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war\u0093. Also jetzt ist es Zeit die F\u00fc\u00dfe nicht l\u00e4nger in Pumps zu verstecken. Holen wir sie raus \u0084die Pilgerschuhe\u0093. Kein Wunder, dass sie so gem\u00fctlich sind, und dem Fu\u00df einem l\u00e4ssigen Flair verleihen. Auch bei 30\u00b0 sind Wander- oder Sportschuhe ein Muss. Sandalen sind nicht so empfehlenswert. Tabu ist au\u00dferdem barfuss im Schuh. Das stelle ich mir ganz gruselig vor. Allein schon die Gefahr Blasen zu bekommen. Allerdings schreit der Fu\u00df nach sorgf\u00e4ltiger Pflege. Anette wei\u00df Rat. Damit bei hei\u00dfen Temperaturen die F\u00fc\u00dfe nicht anschwellen, hilft morgens eincremen und abends ein Fu\u00dfbad. Aber daf\u00fcr haben wir auf der Wallfahrt keine Zeit und Gelegenheit. Besser als Socken seien au\u00dferdem Str\u00fcmpfe, die wadenlang sind. Schlie\u00dflich gilt die Regel, dass M\u00e4nner kein nacktes Bein zeigen sollen, selbst dann nicht, wenn sie die Beine \u00fcbereinander schlagen. Unverh\u00fcllt galt einst als unschicklich. Selbst im Sommer trug man Str\u00fcmpfe. Frauen haben es in dieser Hinsicht besser. An warmen Tagen tragen sie Nylons\u00f6ckchen. Allerdings gibt es keine Vorschriften. Frauen w\u00fcrden sich doch nicht daran halten. Frauen gehen anders, sie gehen auf besondere Weise. Frauen gehen die Sache weniger ehrgeizig an, im Gegensatz zu M\u00e4nnern. Wenn Frauen gehen, wollen sie etwas f\u00fcr sich tun, und nicht im Wettbewerb mit anderen laufen. Frauen gehen anders motiviert als M\u00e4nner. Auch die weibliche Anatomie beeinflusst den Laufstil. Frauen haben ein breites Becken und neigen deswegen h\u00e4ufig zu X-Beinen. Das f\u00e4rbt auf den Laufstil ab. Frauen horchen in ihren K\u00f6rper hinein und finden immer das richtige Ma\u00df. Kein Wunder, dass es uns so gut geht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Um 16.50 Uhr,<\/strong>&nbsp;ziehen wir in die Kirche von Kordel ein. Hier werden die Jubilare geehrt, und die Neupilger, wenn sie wollen, in die Bruderschaft aufgenommen. Nach dem uns Friedhelm noch mal den Sinn des \u0084Sakramentalen Segens\u0093 erkl\u00e4rt, wird uns noch eine filmreife Szene beschert. Als Johannes im Messdienergewand in die Kirche tritt, setzt ein freudiges, von Herzen nicht endenwollendes Gel\u00e4chter ein. Don Camillo sucht Pepone. Nach dem Segen noch ein Gebet sprechen und ein Lied singen wir, so ist es sonntags auf dem Weg nach Trier.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>17.30 Uhr,<\/strong>&nbsp;es geht weiter bis Burg Ramstein unser heutiges Quartier. Von weitem sieht man die verwitterten Mauern des vorhandenen Turms. Der Rest ist Zeuge vom Alter des Bauwerks. Die steingewordene Ewigkeit ist der Beweis, dass Menschen Bauten schaffen k\u00f6nnen, die viele hundert Jahre Zeit \u00fcberdauern. Ein Banner weht im sanften Wind. Es ist ein friedliches Bild. Im Schatten der B\u00e4ume ist sogar die Hitze ertr\u00e4glich. Nach einem sonnigen Tag \u0084Natur pur\u0093 kann der Abend entspannt ausklingen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Montag, 6.Juni 2011<\/h3>\n\n\n\n<p>(Drei Tage war Johannes krank, jetzt isst er wieder, Gott sei Dank)<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn der Weg unendlich scheint und pl\u00f6tzlich nichts mehr gehen will, wie du gew\u00fcnscht \u0096 gerade dann darf du nicht zaudern. (Dark Hammerskjolt)<br><strong>6.15 Uhr:<\/strong>&nbsp;Alle treffen p\u00fcnktlich ein. Nach dem Morgengebet geht es rechts vorbei an Felsw\u00e4nden. Die Baumspitzen links strecken sich in den blauen Himmel. Die Sonne scheint uns zu suchen. Der Weg zum Himmel hat viele Kurven. Stille um uns herum. Nur der Gesang der V\u00f6gel ist zu h\u00f6ren. Dann sind wir schon am Eifelkreuz. Bis zum Schusterkreuz ist noch mal eine gute Kondition gefragt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>8.45 Uhr:<\/strong>&nbsp;Pause in der N\u00e4he der Hochschule. Von hier oben zeigt sich Trier und die Mosel in ganzer Sch\u00f6nheit. Hier k\u00f6nnen Licht und Schatten einem einen Streich spielen. Ganz in der Ferne ist der Turm von Matthias zu sehen. Hinunter geht\u0092s \u00fcber die R\u00f6merbr\u00fccke und die letzten Kilometer links an der Mosel vorbei. \u0084Heiliger Matthias, zu dir kommen wir\u0093. Bevor wir auf den Abteihof kommen, reihen sich die Radpilger bei uns ein. Wir werden von den Buspilgern und vielen Angeh\u00f6rigen empfangen. Sogar die Glocken scheinen heller zu klingen als sonst.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>10.30 Uhr:<\/strong>&nbsp;Nach der gro\u00dfen Anstrengung kommt die Belohnung beim Einzug. Wenn die Orgel erklingt, \u0084Gro\u00dfer Gott, man singt\u0093, dann klopft das Herz vor Freude. Das Gef\u00fchl ist auch nach Jahren nicht zu beschreiben. Das Gef\u00fchlsbarometer springt an. G\u00e4nsehaut, es kitzelt, es juckt, man schwitzt oder friert. Das Gehirn gibt den Befehl \u0084Hormone aussto\u00dfen\u0093. Es regt den Stoffwechsel an und gleichzeitig entspannt es die Muskeln. Man muss es erlebt haben um es zu verstehen. Ist man auch noch so m\u00fcde, wenn man angekommen ist wird es einem ganz leicht zu Mute. Ein Gef\u00fchl wie \u0084wo Himmel und Erde sich ber\u00fchren\u0093. Mit guten Gedanken und einem Gl\u00fccksgef\u00fchl f\u00fcr das Geleistete geht es f\u00fcr 24 Pilger nach dem \u00fcblichen Foto und der Verabschiedung nach Hause.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/matthias-kleinenbroich.de\/images\/Trier2011\/Gruppenfoto_Trier.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Dienstag, 7. Juni 2011<\/h3>\n\n\n\n<p>Es gibt Berge \u00fcber die man hin\u00fcber muss, sonst geht der Weg nicht weiter.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>7.00 Uhr:<\/strong>&nbsp;Das Fr\u00fchst\u00fcck war wunderbar. Es ist einfach, vom Tisch aufzustehen und sich um nichts weiter zu k\u00fcmmern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>9.00 Uhr:<\/strong>&nbsp;Hl. Messe, Verabschiedung von Rad- und Buspilgern. Hubertus und Maria sind schon nach Hause. Thomas w\u00e4hlt deshalb Udo und Mark als Brudermeister aus.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>10.45 Uhr:<\/strong>&nbsp;Wir machen uns auf den Weg. \u0084Heiliger Matthias von dir scheiden wir\u0093. Auf dem Trierer Marktplatz ein kleiner Stopp.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>11.35 Uhr:<\/strong>&nbsp;wir sind angekommen bei Paulin, hier kehren wir ein, bevor wir um&nbsp;<strong>12.05 Uhr<\/strong>&nbsp;weiter zieh&#8217;n. Das Fr\u00fchjahr mit den Farben der Natur ist sicher die sch\u00f6nste Jahreszeit. Die Ruhe heute Morgen wird vom L\u00e4rm der Autos abgel\u00f6st, weil unsere n\u00e4chste Wegstrecke an einer belebten Strasse vorbei f\u00fchrt. Unser Ziel heute Mittag ist Ruwer, wo wir nach dem \u0084Engel des Herrn\u0093 p\u00fcnktlich um&nbsp;<strong>13.05 Uhr<\/strong>&nbsp;ankommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Losung (Frank): Die G\u00e4ste damals waren Menschen, die einfach kamen und pl\u00f6tzlich da waren. Bei einer Wallfahrt kann es \u00e4hnlich sein. Da kommen Neue dazu, die man nicht kennt. Sie k\u00f6nnen ihren Platz nur finden, wenn sie Wohlwollen und Offenheit sp\u00fcren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>15.00 Uhr:<\/strong>&nbsp;Ein Bus bringt uns bis Piesport zur Kirche. Es ist ein helllichter Tag. Alle Pilger geben der bleischweren Forderung (innere Uhr) hemmungslos nach. R\u00e4keln sich, schlie\u00dfen die Augen, richten den Blick nach innen. Die Ohren schalten auf Durchzug. Piesport ist gaaanz weit weg. Von den kleinen Orten, die sich wie Perlen aneinander reihen, und den Weinbergen rechts und links bekommen die wenigsten was mit. Immerhin haben wir die letzten Tage genug f\u00fcr unsere k\u00f6rperliche Bewegung getan. Dann das b\u00f6se Erwachen. Die Sonne brennt, der Schwei\u00df rinnt in Str\u00f6men. Die Fl\u00fcssigkeit die wir getrunken haben tritt als Schwei\u00df wieder heraus. Und Thomas kennt keine Gnade. Zu zwei und zwei geht\u0092s die Weinberge hinauf. Kreuze basteln steht wie immer auf dem Plan.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>16.15 Uhr:<\/strong>&nbsp;kommen wir an der Spoarkapelle an. Am Pilz wird noch mal Pause gemacht, bevor es geht nach Klausen hinab. Nach der Messe, stimmungsvoller Ausklang und gem\u00fctliches Beisammensein.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Mittwoch, 8. Juni 2011<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Gl\u00fcck begreifen, dass der Boden auf dem du stehst, nicht gr\u00f6\u00dfer sein kann, als zwei F\u00fc\u00dfe die ihn bedecken. (Franz Kafka)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>6.50 Uhr:<\/strong>&nbsp;Nach dem Morgengebet ziehen wir p\u00fcnktlich fort. Die Kinder, die uns begegnen, l\u00e4cheln ein bisschen verschw\u00f6rerisch. Wer so fr\u00fch unterwegs ist, geh\u00f6rt zu einer kleinen Gruppe von Sonderlingen. Seit 20 Jahren d\u00fcrfen wir auch bei Familie Drautzburg Gast hier sein, auch f\u00fcr sie haben wir ein Geschenk dabei. Durch Wittlich noch, dann den Bu\u00dfberg hinauf. \u0084Der f\u00fcr uns das schwere Kreuz getragen hat\u0093. Symbolisch wird die Last, die wir getragen mit dem Stein weggeworfen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>12.30 Uhr:<\/strong>&nbsp;in Hasborn zu Mittag m\u00fcssen wir hier sein,<\/p>\n\n\n\n<p><strong>14.20 Uhr:<\/strong>&nbsp;in Mehren kehren wir in die Kirche ein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>15.00 Uhr:<\/strong>&nbsp;wir machen Pause im Darscheider Wald.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>17.00 Uhr:<\/strong>&nbsp;in Darscheid, dort wird der Gottesdienst von den Begleitern gestaltet, und mit dem gemeinsamen Abendessen der Abschluss gemacht.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Donnerstag, 9. Juni 2011<\/h3>\n\n\n\n<p>Was nutzt es dem Menschen, wenn er schnell vorankommt, seine Seele aber auf der Strecke bleibt.(Petrus Ceelen)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>7.50 Uhr:<\/strong>&nbsp;Nach dem Morgengebet geht\u0092s betend von Darscheid fort. Die Sonne ist wieder unser Begleiter an diesem Morgen. Fr\u00fcher ging\u0092s dem Pilger mehr um das Erbitten von Hilfen und Heil. Andere wollten Bu\u00dfe tun. Wer heute pilgert ist auf der Suche nach sich selbst, oder m\u00f6chte nur die Gemeinschaft oder Natur genie\u00dfen. Das Sch\u00f6ne ist, das ein Pilgerweg damals wie heute auch (V\u00f6lker) vereint. Wer miteinander pilgert wird keine Waffe gegen den anderen erheben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>9.05 Uhr:<\/strong>&nbsp;wir sind am Afelskreuz.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Losung: (Karl-Heinz)&nbsp;<strong>\u0084Vater unser\u0093<\/strong>&nbsp;(siehe ganz am Schlu\u00df).<\/p>\n\n\n\n<p>In Kehlberg wird unser letztes Fr\u00fchst\u00fcck sein. Andrea, Sabine und Wera haben sich was ausgedacht, und Orden an den Mann (Frau) gebracht.&nbsp;<strong>Sportpilger 2011:<\/strong>&nbsp;Peter, f\u00fcr die Leistung am Bu\u00dfberg,&nbsp;<strong>Miss Fu\u00df 2011:<\/strong>&nbsp;Gerti, f\u00fcr die vollbepflasterten F\u00fc\u00dfe,&nbsp;<strong>schnellste Pilgerin 2011:<\/strong>&nbsp;Marga, als Duracell \u0096 H\u00e4schen,&nbsp;<strong>The Sexiest &#8211; Pilger from 2011<\/strong>, Mark, das L\u00e4cheln, die nette Worte, f\u00fcr den Augenaufschlag.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt, unsere letzte Etappe beginnt wenn wir um 14.30 Uhr wir p\u00fcnktlich in Adenau sind. Hier noch ein Gebet, bevor es in 4 Autos nach Hause geht. Im Namen der Pilger ich dem Karl, Max und J\u00fcrgen \u0084Danke\u0093 sag.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>17.30 Uhr:<\/strong>&nbsp;Wir werden von Friedhelm und 2 Messdienern in Kleinenbroich empfangen. Begr\u00fc\u00dfung, ein freudiges Wiedersehen, dann alle zur Kirche gehen. Dann beginnt das \u0084Danke\u0093 sagen. Thomas, du hast deine Sache gut gemacht, mit gro\u00dfem Applaus schlie\u00dfen sich die Pilger an. Verabschiedung, ein Foto drau\u00dfen vor der Kirchent\u00fcr, das war unsere Wallfahrt 2011 nach Trier.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind angekommen. Der Alltag hat uns wieder. In den n\u00e4chsten Tagen ist ausschlafen angesagt. Das Liegengebliebene ordnen. Aber das Gef\u00fchl, dass man gut aufgehoben war in der Gemeinschaft tr\u00e4gt einen noch lange nach der Wallfahrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir waren dann mal weg.<br>Wir machten uns auf den Weg.<br>Die Worte bilden eine Einheit.<br>Wichtig ist aber nicht der Weg, sondern das Ziel. Vor allem gilt: Man kommt nie zu Hause an, wenn man sich nicht entfernt! (Hape Kerkeling)<\/p>\n\n\n\n<p>Warten wir auf die n\u00e4chste Wallfahrt, vielleicht \u0096 wer wei\u00df?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"648\" height=\"864\" data-id=\"484\" src=\"https:\/\/wordpress.smb-kleinenbroich.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/fusswallfahrt-nach-trier-2011-01.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-484\" srcset=\"https:\/\/smb-kleinenbroich.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/fusswallfahrt-nach-trier-2011-01.jpg 648w, https:\/\/smb-kleinenbroich.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/fusswallfahrt-nach-trier-2011-01-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 648px) 100vw, 648px\" \/><\/figure>\n\n\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"864\" height=\"648\" data-id=\"486\" 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class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"864\" height=\"648\" data-id=\"492\" src=\"https:\/\/wordpress.smb-kleinenbroich.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/fusswallfahrt-nach-trier-2011-06.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-492\" srcset=\"https:\/\/smb-kleinenbroich.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/fusswallfahrt-nach-trier-2011-06.jpg 864w, https:\/\/smb-kleinenbroich.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/fusswallfahrt-nach-trier-2011-06-300x225.jpg 300w, https:\/\/smb-kleinenbroich.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/fusswallfahrt-nach-trier-2011-06-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 864px) 100vw, 864px\" \/><\/figure>\n\n\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"864\" height=\"648\" data-id=\"483\" src=\"https:\/\/wordpress.smb-kleinenbroich.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/fusswallfahrt-nach-trier-2011-08.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-483\" 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Und die Geste des Beters macht das sehr anschaulich: Wer die H\u00e4nde faltet, ist zu keiner T\u00e4tigkeit mehr in der Lage. Betende H\u00e4nde sind eine Verweigerung von Arbeit in produktivster Weise. Denn das Gebet arbeitet in ihm; es verwandelt ihn, sagt der evangelische Theologe Johann Hinrich Claussen.<\/p>\n\n\n\n<p>So gesehen d\u00fcrfte das Vaterunser einer der wirkm\u00e4chtigsten Texte sein. Es ist mit Abstand das bekannteste Gebet \u0096 und obendrein das einzige, das Jesus seinen J\u00fcngern zu Beten gelehrt hat. Es f\u00fchrt in \u0084die ganze Weite des Menschseins aller Zeiten\u0093, hat Papst Benedikt XVI. einmal gesagt.<\/p>\n\n\n\n<p>Man kann dieses Gebet runterleiern, wie man es daheim oder in der Gemeinde vielleicht mehr aus Pflicht denn aus Begeisterung gelernt hat. Das ist der \u0084Sound\u0093 der Unempf\u00e4nglichkeit. Solche mentale Impr\u00e4gnierung verkennt die Bedeutung des Vaterunsers. Denn in ihm kann Gott zum ersten Mal vom Menschen direkt angesprochen werden. Mehr noch: Seine Worte sind nicht in die Weite des Himmels gerichtet, sondern an einen echten Adressaten. Nur wer seinen Ansprechpartner kennt, kann mit ihm Freundschaft schlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist ein ganz und gar neuer Geist, der in diesen wenigen Zeilen des Gebets zur Sprache kommt \u0096 es ist der Ton der Vertrautheit. Gott im Du zu finden, ist heute in jedem Kindergottesdienst eine Kleinigkeit. Das Vaterunser aber markiert einen fr\u00fchen Anfang. Und dieses erste Mal muss f\u00fcr jeden, der noch ein Gesp\u00fcr f\u00fcr Gro\u00dfes im Neuen hat, \u00fcberw\u00e4ltigend sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gebet ist fein gewoben mit seinem Muster aus genau sieben Bitten. Sieben aber ist eine heilige Zahl, sie beschreibt das Ganze, das Vollst\u00e4ndige. Und genau im Zentrum dieser Bitten steht das t\u00e4gliche Brot, genauer: der Leib Christi, der beim letzten Abendmahl gegeben wird zur Vergebung der S\u00fcnden. Das Vater unser kreist um diesen Kern, um die Eucharistie. (Rheinische Post D\u00fcsseldorf 2010) (Auszug)<\/p>\n<\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter der Jahreslosung &#8222;Neige das Ohr deines Herzens&#8220; machten sich 59 Pilger am 02.06.2011 auf den Weg nach Trier. Donnerstag, 2. 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