Pilgerauftakt 2026: Gemeinsam unterwegs nach Klein-Jerusalem

Am Samstag, dem 28. März 2026, startete unsere St. Matthias Bruderschaft in die neue Pilgersaison – und das zunächst unter wenig verheißungsvollen Bedingungen. Am Vormittag hatte anhaltender Dauerregen eingesetzt, und auch die Wetterprognosen ließen zunächst nichts Gutes erahnen. Doch im Laufe des Tages besserte sich die Lage: Das Regenradar kündigte ab Mittag nur noch vereinzelte Schauer an – und so entschieden wir uns, den Auftakt wie geplant zu wagen.

Pünktlich zur Mittagszeit machten sich schließlich 23 Fußpilger sowie 4 Radpilger gemeinsam auf den Weg. Die rund 11 Kilometer lange Strecke führte uns durch die Felder unserer Heimat nach Klein-Jerusalem in Neersen. Schon nach wenigen Schritten war spürbar: Die Freude über das Wiedersehen und das gemeinsame Unterwegssein nach der Winterpause war groß.

Unterwegs setzte unsere leitende Brudermeisterin Wera einen besonderen geistlichen Impuls. Sie griff dabei den bekannten Gruß von Spock aus Star Trek auf – „Lebe lang und in Frieden“. Was zunächst ungewöhnlich erscheinen mag, entfaltete bei näherem Hinsehen eine tiefere Bedeutung: Dieser sogenannte vulkanische Gruß geht auf einen alten jüdischen Segensgestus zurück und steht sinnbildlich für Leben, Frieden und Gottes Nähe. So wurde aus einem popkulturellen Zitat ein berührender geistlicher Gedanke, der viele von uns zum Nachdenken anregte.
Auch das Wetter zeigte sich schließlich gnädig: Lediglich ein kurzer Schauer begleitete uns auf unserem Weg, der jedoch kaum der Rede wert war. Vielmehr waren es die guten Gespräche, das gemeinsame Lachen und die spürbare Gemeinschaft, die diesen Weg prägten.
In Klein-Jerusalem angekommen, feierten wir gemeinsam einen Gottesdienst unter freiem Himmel. Besonders freuten wir uns über den Besuch von Pater Athanasius sowie Bruder Daniel, die eigens aus Trier angereist waren, um diesen besonderen Moment mit uns zu teilen.
Im Anschluss wurden wir – wie es gute Tradition ist – von der St. Matthias Bruderschaft Neersen herzlich und liebevoll bewirtet. Diese gelebte Gastfreundschaft ist jedes Jahr aufs Neue ein wertvoller Bestandteil unserer Wallfahrt.

Gestärkt und erfüllt machten wir uns anschließend auf den Rückweg. Auch wenn es kühl und mitunter etwas ungemütlich war, tat dies der guten Stimmung keinen Abbruch. Im Gegenteil: Alle Teilnehmenden genossen das gemeinsame Erlebnis und den gelungenen Start in die neue Pilgersaison nach der Winterzeit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert